Handball

TV Endingen: sensationell gekämpft

Nemanja Sudzum setzt sich durch.

Nemanja Sudzum setzt sich durch.

Dass es ein hartes Spiel werden würde, war schon vor Anpfiff klar. Dass die Gäste aus Schaffhausen alle Angriffe über einen Spieler laufen lassen würden, war dagegen eine Überraschung.

Ohne Albin Alili lief bei Espoirs wenig bis gar nichts, Die Endinger fanden trotz der teilweise sehr offensichtlichen Spielzüge kein einschlagendes Rezept gegen den Hühnen.

Das Trainerteam hatte die Mannschaft tadellos auf den Gegner eingestimmt. Die Endinger zeigten denn von der ersten Minute an, dass sie mit vollem Einsatz in das Spiel einsteigen würden. Die beiden Teams kämpften klar auf Augenhöhe, Lukas Riechsteiner bestach in der Anfangsphase mit kaltschnäuzigen Distanzschüssen und zeigte einen tollen Drang zum Tor. 

Die Tore fielen im Minutentakt, doch die Endinger liessen sich den Vorsprung von zwei minimalen Toren nicht so leicht nehmen. Während auf Schaffhauser Seite die Tore in der ersten Halbzeit fast ausschliesslich von Alili erzielt wurden, zeigten die Endinger eine geschlossene Mannschaftsleistung. Von jeder Position war der Druck auf das gegnerische Tor eindeutig zu spüren. Zeitweise liess sich die Verteidigung durch das sehr langsame Aufbauspiel des Gegners einlullen und stand entsprechend nicht mehr kompakt und dicht. Immer wieder brach der Angriff über Alili kompromisslos durch und verhinderte eine klare Führung der Endinger. Mit 18:15 verabschiedeten sich die Teams in die Pause.

Durch Schlachtrufe nach vorne

Sehr gut gelang der Start in Unterzahl gleich zur zweiten Halbzeit. Leider konnte Endingen die anschliessende Überzahlsituation gar nicht nutzen und kassierte sehr unglückliche Tore. In der zunehmend hektischer werdenden Phase zeigte Armin Sarac Nerven, traf bei einem Starfstoss den Torhüter an der Stirn und musste vom Platz. Zuvor war Sarac ein sicherer Wert im Angriff gewesen. Die Mannschaft musste sich also neu formieren, geriet zunehmend unter Druck und musste schlussendlich den Ausgleichstreffer hinnehmen. 

Das Publikum erwachte und versuchte mit Schlachtrufen das Team zu unterstützen. Die Endinger zeigten wieder eine sehr geschlossene Leistung, machten hinten dicht und vorne drei tolle Tore in Folge. Die Spannung in der Halle war mit zunehmender Spieldauer spürbar, denn die Endinger konnten sich einfach nicht klar absetzen. 

Das Teamtimeout von Schaffhausen brachte den Endinger Spielfluss kurzzeitig zum Erliegen und sorgte für eine Zeitstrafe auf Endinger Seite. Die Gäste glichen erneut aus. So wogte das Spiel hin und her und die Spannung nahm immer mehr zu.

Das Spiel blieb auf Messers Schneide. Die Endinger schienen phasenweise leicht verunsichert, der klare Drang auf das gegnerische Tor lies nach. Bevor das Spiel zu kippen drohte, nutzten die Endinger Trainer ihrerseits mit einem Timeout die Chance zum Unterbruch. Lukas Riechsteiner verwandelte nach Anpfiff mit einem sensationellen Überraschungstor und Lukas Schubnell doppelte mit einer tollen Reaktion gleich nach.

André Willimann gelangen endlich einige gute Paraden. Erneut überhastest gesuchte Torchancen strapazierten die Nerven der Fans aufs neue, bis Leonard Pejkovic zwei Minuten vor Schluss die zwei Toreführung gelang.

Mängel in der Chancenauswertung

Nach sensationellem Kampf siegte der TV Endingen äusserst knapp mit 33:32. Lukas Riechsteiner analysierte zufrieden aber klar, dass es der Abwehr nicht gelungen war, den Spielmacher Alili und den Kreisläufer Meister unter Kontrolle zu halten. Trainer Spuler konnte diesen Aussagen nur zustimmen und meinte trocken «Die Mannschaft hat nicht all unsere Vorgaben so umgesetzt, wie wir das gefordert hatten. Im Angriff haben wir zu viele Chancen liegen gelassen.»

Nun steht bereits am Dienstag das nächste Cupspiel an. Leonard Pejkovic weiss um die eigene Mannschaftsstärke. Das tolle Kollektiv wird auch die relativ unbekannte Mannschaft der SG Yellow/Pfadi richtig einschätzen können. Das Cupspiel ist für Pejkovic auf alle Fälle eine gute Vorbereitung für das direkt nachfolgende Meisterschaftsspiel gegen denselben Gegner am kommenden Samstag.

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