Handball NLB
TV Endingen kommt dem Aufstieg in die NLA immer näher

Gut gerüstet reiste das Team von Trainer Szilagyi nach Steffisburg. Das mit Spannung erwartete Spiel gegen die äusserst heimstarken Berneroberländer entpuppte sich als eine recht einseitige Partie, in der die Gäste aus dem Surbtal weitgehend spielbestimmend waren und sich hoch verdient mit einem 27:36 zwei Tabellenpunkte holten.

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Torschützenkönig Sarac setzt sich gegen die Steffisburger durch.

Torschützenkönig Sarac setzt sich gegen die Steffisburger durch.

Zur Verfügung gestellt

Der Auftakt glückte nach Mass. Der TV Endingen ging sehr schnell in Führung. Massgebend beteiligt in den ersten Minuten war Armin Sarac, der kompromisslos, schnell und effizient die Gäste nach vorne brachte. Bereits nach neun Minuten konnten die Zuschauer erahnen, dass es ein einseitiges Spiel werden könnte. Die Gastgeber hatten erst zwei Treffer versenkt, zeigten sich ideenlos in Angriff und spielten über zu viele Anspielstationen zu kompliziert. Sie schienen überrascht und überrumpelt zu sein und hatten keine Antwort auf das hohe Tempospiel der Endinger. Prompt sollte ein sehr frühes Teamtimeout die Steffisburger wieder auf Spur bringen.

Effiziente Defensive mit sicherem Torhüter

Der TV Steffisburg fand aber nicht ins Spiel. Die kompakte Abwehrkette der Endinger sorgte dafür, dass Torhüter Ferrante nicht so viel zu tun hatte. Wenn er sich strecken musste, dann tat er das genau richtig. Ferrante agierte zwischen den Pfosten schnell und sicher.

Schiedsrichter greifen durch

Nach zwanzig Spielminuten musste der erste Endinger Feldspieler sich für zwei Minuten ausruhen. Die Schiedsrichter versuchten sich mehr ins Spiel einzubringen und verteilten Zeitstrafen und reagierten schnell auf emotionale Ausrufe mit Verwarnungen. Die anfänglich hohen Wellen konnten geglättet werden und im folgenden Spielverlauf konzentrierten sich die Spieler wieder auf ihr spielerisches Können.

Der TV Steffisburg fand immer besser ins Spiel und liess sich nicht mehr weiter abhängen. Die Endinger hatten sich in einer kurzen Spielphase vom unmotivierten Spielaufbau der Gastgeber anstecken lassen, fanden dann aber wieder ins Spielgeschehen zurück und liessen sich die Führung nicht nehmen. Mit einem 11:20 zogen sich die Mannschaften in die Kabinen zurück.

2. Halbzeit plätschert dahin

Die zweite Halbzeiten sollte die Wende bringen. Doch die Gäste aus dem Surbtal überzeugten weiter mit schnellem Spiel, hoher Konzentration, viel Spielfreude und liessen sich «die Butter vom Brot nicht mehr nehmen.»

Alle Endinger Spieler wurden nach und nach eingesetzt. Dies führte ab und zu zu schlechten Absprachen in der Abwehr, die Anspielen wurden ungenauer und das Team musste sich wieder finden. Als dann Abwehrchef Simon Huwylers Nase dank eines Überziehers einen allzu heftigen Kontakt mit einem Ellbogen hatte und er behandelt werden musste, litt die Konzentration auf dem Feld.

TV Endingen spielbestimmend

Der TV Endingen spielte überlegen, taktisch klug und zeigte viel Spielfreude. Mit einem klaren 27:36 verabschiedeten sich die Gäste.

Trainer Szilagyi zeigte sich hoch zufrieden mit seiner Mannschaft. «Wir haben uns mit viel Respekt auf dieses Spiel vorbereitet. Noch vor zwei Jahren hat Steffisburg zu Hause den HSC Suhr Aarau geschlagen, in der Hinrunde musste Lakers Stäfa hier zwei Punkte abgeben. Das Team hat sich konsequent sowohl im Angriff als auch in der Abwehr gezeigt und die Trainingsvorgaben fast komplett eingehalten. Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, der Teamspirit hat mir gut gefallen.»

Auf das nächste Derby angesprochen, meinte Silagyi trocken: «Heute und morgen freuen wir uns über den Sieg und geniessen ihn. Ab Montag bereiten wir uns intensiv auf den TV Möhlin vor.» (cs)

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