Der TV Endingen fühlt sich in den Eulachhallen in Winterthur einfach nicht wohl. Auch in dieser Saison kommt das Team über ein Unentschieden gegen die SG Yellow Pfadi nicht hinaus und lässt einen wichtigen Punkt liegen.

Nachdem die SG Yellow Pfadi noch letzten Dienstag in der Cupaustragung mit einer Jugendauswahl angetreten war, stand eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz. Noch vier Spieler aus der letzten direkten Begegnung traten gegen den TV Endingen an. Die Stimmung in der Halle war wie so oft anfangs leicht unterkühlt. Dies war auf fehlende Mannschaftsvorstellung, fehlende Speaker und sehr wenig einheimische Zuschauer zurückzuführen. So nüchtern die Stimmung, so langsam das Spiel!

Yellow Pfadi setzte eine für die Endinger sehr unangenehme Spielweise ein. Der Torhüter verliess konsequent im eigenen Angriff das Spielfeld und so konnten die Winterthurer mit sieben Feldspielern angreifen. Die Endinger Abwehr stand zwar kompakt, schaute aber eher passiv dem Treiben zu und fand wenig Mittel, die gegnerischen Angriffslinien zu durchbrechen. 

Die Trainer hatten in der kurzen Vorbereitungsphase nicht die richtigen Mittel gefunden, die Mannschaft auf das gegnerische Spiel vorzubereiten. Den Spielern fehlten die zündenden Ideen, die entscheidenden Spielzüge.

In den ersten dreissig Spielminuten konnten sich die Endinger gerade mal mit einem minimalen zwei Torevorsprung leicht absetzen. Mit 10:12 ging es in die Kabinen. Die Reaktionsversuche der Trainer schienen nicht sehr zu fruchten. So zeigten sich die Endinger zur zweiten Spielzeit nicht wesentlich verändert. Einzelaktionen reihten sich aneinander, dem Kollektiv fehlten die Ideen. So witterten die Winterthurer Morgenluft und schaffen es, die Endinger so unter Druck zu setzten, dass die erlaufenen Gegenstösse ins Leere liefen. Weitwürfe, die sonst oft das Tor trafen, landeten nun daneben. Nach zwei verpatzten Angriffen glichen die Zürcher zum ersten Mal aus.

Nervosität und Missverständnisse

Bei den Endingern machte sich leichte bis mittlere Nervosität breit, die Fehlpässe und Missverständnisse häuften sich, man sah den Spielern die eigene Unzufriedenheit hat. Schlag auf Schlag folgten die Tore, die Endinger zeigten zum ersten Mal in dieser Saison Nerven. Sie konnten das Spiel nicht mehr herumreissen, konzentrierten sich auf Schiedsrichterentscheide und nicht auf ihr eigenes Spiel. Der letzte Angriff 14 Sekunden vor Schluss sollte die Entscheidung bringen. Doch gleich zwei Endinger Torschüsse aus sehr aussichtsreichen Positionen führten nicht zum Erfolg.

Nemanja Suzdum zeigte grossen Einsatz, war mit neun Treffern der Spieler, der an seine sonstigen Leistungen herankam. Mit einem torarmen 24:24 trennten sich beide Mannschaften. Die Trainer werden grosse Aufbauarbeit zu leisten haben. (cs)