Die Mannschaft um Captain Riechsteiner hatte sich viel vorgenommen. Dem knappen Sieg der vergangenen Woche musste ein deutliches Zeichen folgen. Team und Trainer hatten denn auch auf eine bessere Potentialausschöpfung eines jeden Spielers hingearbeitet. Mit Max Feldmann und Tom Schellenberg wurden zwei Youngsters aus dem U19 Nachwuchs aufgenommen. Wobei Schellenberg auch Spielzeit erhielt und prompt seine ersten beiden NLB Tore feiern durfte. 

Der TV Endingen startete gewohnt schnell und zeigte von Beginn weg, dass er sich nicht das gegnerische Spiel würde aufdrücken lassen. Das gute Stellungsspiel des Torhüters verhinderte aber die sichere Chancenausnutzung, so liefen die Gegenstösse zu Beginn nicht wie erwünscht. Die Endinger liessen sich nicht entmutigen, konnten einen minimen Vorsprung nach fünf Minuten herausarbeiten, den die Gäste vom Zürichsee prompt in eine eigene Führung umdrehen konnten.

Unbeirrt konzentriert das eigene Spiel vorangetrieben

Endingen liess sich nicht beirren, spielte konzentriert und aggressiv, was nach einer Viertelstunde zur erneuten Führung führte, die die Surbtaler nicht mehr abgaben.

Um grösseren Druck aufzubauen, wurde der Angriff kurzzeitig umgestellt und man spielte mit sieben Feldspielern. Torhüter Willimann gönnte sich eine kurze Pause und Lukas Riechsteiner sorgte als zusätzliche Sturmspitze für Unruhe. Der HC Wädenswil nahm den Faden auf, setzte auch auf einen zusätzlichen Feldspieler, was nicht sehr erfolgreich ablief. André Willimann konnte einen zu langsamen Wechsel auf Zürcher Seite nutzen und verwandelte sicher im gegnerischen Tor.

Die Ueberzahlzeit war aber eher von leichten Unachtsamkeit geprägt als von effektivem Druck. Der HC Wädenswil konnte den vier Torevorsprung zeitweise auf zwei Tore reduzieren. Fabian Amman reagierte mit einer Auszeit, setzte die Spieler wieder auf Kurs, und die Lukas Schubnell schloss die erste Halbzeit mit einem wunderbar herausgespielten Tor zu 17:14 ab.

Stetiger Ausbau der Führung

In der zweiten Spielhälfte zeigte der Gastgeber eine solide Leistung, nahm von Beginn n Druck aus und konnte so seine Führung stetig ausbauen. Die Verteidigung stand konzentriert und kompakt. Bereits nach drei Minuten riss dem Zürcher Trainer der Geduldsfaden und er musste den Spielfluss der Endinger unterbrechen. 

Die Endinger stellten ihre Defensive um und liessen die Zürcher mit der offenen 4:2 Abwehr eins ums andere Mal auflaufen. Nicht immer lief alles wie geplant. Das tolle Stellungsspiel von André Willimann konnte die zeitweise suboptimale Abstimmung in der Verteidigung nicht immer kompensieren und so fielen die gegnerischen Tore, wobei der Sieg nach kurzer Spielzeit ungefährdet schien.

Die Emotionen kochten ein wenig hoch. Die Abwehrleistung wurde ab und zu ein wenig ruppig und wurde vermehrt mit Zeitstrafen geahndet. Christian Amrein nutzte in den letzten zehn Spielminuten seine Chance zwischen den Pfosten und zeigte gute Paraden.

Deutlich entschlossener

Lukas Schubnell, der in Würenlingen zu Hause ist, freute sich über die zahlreich angereisten Fans. Er, selber kein eingefleischten Fasnächtler, freute sich über die tolle Stimmung auf den Rängen. Auf die grosse Steigerung zum Spiel der letzten Woche angesprochen, meinte er: "Wir waren heute deutlich entschlossener. Wir konnten unsere Angriffsleistung gut abrufen und haben uns auf den Kampf eingestellt. Vor einer Woche sind wir einfach nicht in die Gänge gekommen." 

Nächste Woche auswärts gegen den drittplatzierten TV Möhlin wird ein Spiel ganz nach dem Geschmack von Schubnell. Er freut sich auf die Begegnung am kommenden Samstag. Der TV Möhlin konnte dem HSC Suhr Aarau ein Unentschieden abtrotzen und wird ein sehr ernster Gegner werden.

TV Endingen - HC Wädenswil 35:29 (17:14)

GoEasy Sportarena Würenlingen, 350 Zuschauer, SR Schmid/Staunovo

TV Endingen:Willimann (1), Amrein; Schellenberg (2), Kündig (4), Ladan (1), Pejkovic (7), Riechsteiner Ch. (6), Riechsteiner L. (3),  Schubnell (6), Sudzum (5), Huwyler, Romanov.

HC Wädenswil: Hüttenmoser, Saner; Bernhart, Biffiger (5), Gantner Ch. (1), Gantner D., Gantner Simon (5), Gantner St., Gürber (4), Hitz, Mächler (6), Madsen (7), Bürkli (1), Miranda, Knott.