Handball NLB

TV Endingen: Dominant bis zum Schlusspfiff

Leonard Pejkovic mit vollem Einsatz.

Leonard Pejkovic mit vollem Einsatz.

In der heimischen Schützenmatthalle hat der TV Endingen gegen ein ersatzgeschwächtes Altdorf keine Mühe. Endingen dominiert das Spiel von Beginn weg und kommt zu einem klaren 39:21-Sieg.

Das ersatzgeschwächte Altdorf musste auf ihren Topscorer Koljanin, der verletzungsbedingt ausgefallen war, verzichten. Noch den Höhenflug von vergangener Woche gegen den HSC Suhr Aarau in den Knochen, starteten die Innerschweizer mit viel Tempo schnell und effektiv. Der erlösende erste Treffer auf Endinger Seite fiel nach drei Minuten, das Spiel konnte beginnen!

Schon die ersten Spielminuten zeigten, dass ein sehr hohes Tempo gespielt werden würde. Die Verteidigung um Captain Christian Riechsteiner stand bereits nach kurzer Dauer kompakt und aggressiv. Der HC KTV Altdorf bekundete zunehmend Mühe, die Abwehr zu durchbrechen. Das Team fand keinen Weg zum Tor, die Fehlpässe häuften sich und die Endinger zogen kompromisslos von dannen.

Selbst das einberufene Timeout der Innerschweizer half nichts. Die Endinger spielten ihr Spiel, liessen sich den Spielfluss nicht nehmen und zogen innert kurzer Frist mit sechs Toren davon. Die Altdorfer zeigten Nerven. Kevin Ledermann liess sich zu einem direkten Schlag ins Gesicht von Nemanja Sudzum hinreissen, sah direkt die rote Karte und zog vom Platz. 

Plötzlich reisst der Faden

Die Endinger spielten phasenweise wie im Rausch, jeder Zug auf das gegnerische Tor wurde mit einem grandiosen Wurf gekrönt. Schnelle, kurze Wege, sicher im Abschluss - bei den Endingern lief alles. Es kam, wie schon so oft, der Faden riss.

Er riss nach zwanzig Spielminuten. Fünf klare Aktionen wurden versemmelt und die Durststrecke dauerte ganze zehn Minuten, bis Lukas Riechsteiner endlich wieder ein Treffer gelang. In dieser Phase konnten die Surbtaler von Glück reden, dass Altdorf kein Mittel einfallen wollte, um selber sich ins Spiel zu bringen. 

Der erfreuliche Pausenstand von 18:12 zauberte zufriedene Gesichter bei den meisten Fans. So zeigten die Endinger auch in der zweiten Spielhälfte, dass sie kompromisslos und konzentriert guten Handball spielen wollten. Altdorf konnte nicht mehr an die erste Phase im Spiel anknüpfen. Endingen war spielbestimmend und baute den Vorsprung mit wunderbaren Aktionen bald auf zehn Tore aus. 

Das hohe Tempo und das schnelle Umschalten auf Endinger Seite forderte bei den Altvordern ihren Tribut. Die Ermüdungserscheinungen waren deutlich erkennbar. Selbst als die Endinger mit nur vier Mann auf dem Feld standen, konnten die Innerschweizer keinen Treffer landen.

Die Endinger liessen sich zu keiner Zeit den Sieg streitig machen. Die hielten die Konzentration hoch und arbeiteten fleissig an der Tordifferenz weiter. Mit dem Schlussresultat von 39:21 zeigte sich Trainer Michael Spuler auch sehr zufrieden. «Alle Spieler haben ihre Leistungen gebracht. Wir konnten unser Spiel durchziehen.»

Auf die langen drei Wochen Unterbruch im Spielbetrieb angesprochen, meinte Spuler, dass die Trainer die Zeit gut zu nutzen wüssten. «Die Zeit wird mit Schwerpunkten in Taktik und Athletik genutzt werden. Die Vorbereitung auf den HSC Suhr Aarau wird gewohnt seriös ablaufen. Wir freuen uns auf das Highlight der ersten Saisonhälfte.»

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