Wettingen
Turnverein Wettingen wird Schweizer Meister und schafft den Hattrick

Der TV Wettingen verteidigt seine Stellung als bester Verein der Schweiz. Wie schon im Baselbiet 2002 und in Frauenfeld 2007 dominiert er auch in Biel den Vereinswettkampf der Aktiven und wird damit erneut Turnfestsieger.

Ernst Baumann
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Die Wettinger begeistern das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle mit ihrer Bodenvorführung.ernst baumann

Die Wettinger begeistern das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle mit ihrer Bodenvorführung.ernst baumann

Vor drei Wochen war der Erfolg der Wettinger noch nicht vorauszusehen: Damals wurden die Limmattaler am Lägern-Cup an den Schaukelringen von Luzern und am Boden von Neuenhof geschlagen. «Wir haben an allen Geräten noch den Feinschliff gemacht», erklärte Marina Salvini, Co-Leiterin Schaukelring- und Bodenturnen, «wir haben die Präzision geübt und den sicheren Stand.»

Zum Höhepunkt ein Doppelsalto

Dieser Aufwand hat sich gelohnt. Im dampfenden Hexenkessel der Gymnasiumshalle in Biel zeigten die Limmattaler gestern eine Schaukelringvorführung ohne Fehl und Tadel. Höhepunkt war ein Doppelsalto mit angewinkelten Beinen.

«Wir turnten mega gut», schwärmte denn auch Martin Arnold, der andere Co-Leiter, «alle Abgänge wurden gestanden, die Synchronität war perfekt und die Steilheit beim Ausstossen super.» Kein Wunder also, dass der erste Wettkampfteil die Höchstnote 10 einbrachte.

«Das ist Wahnsinn»

Auch im bis auf den letzten Platz gefüllten Geräteturnzelt sind die Wettinger Turnerinnen und Turner bei ihrer Bodenvorführung über sich hinausgewachsen. Speziell waren der Dreierturn und die Twist-Salti. «Das ist Wahnsinn, man sieht, dass alles viel besser geturnt wird, als in den Trainings», freute sich STV-Wettingen-Präsident und Co-Leiter Dario Meier.

Eine blanke 10

Das Publikum habe für eine super Stimmung gesorgt: «Es ist geil, wenn man landet und alle applaudieren. Man merkt, dass es gut war.» Auch die zweite Vorführung wurde berechtigt mit einer blanken 10 honoriert.

Man fragte sich nun: Reicht es auch im dritten Wettkampfteil? Am Publikum kann es nicht gelegen haben. Auch während der Sprungvorführung gab es Akklamation auf offener Szene und starken Schlussapplaus.

Doch es schlichen sich kleinere Fehler ein: «Wir waren nicht immer synchron zur Musik», verriet Sprungleiter Pascal Aebi, «ein Sprung wurde zudem nicht sicher gestanden.» Aebi hoffte, die Kampfrichter hätten die Patzerchen übersehen.

Doch dem war nicht so. Aus der dritten 10 wurde nichts. Aber auch 9,98 Punkte dürfen sich sehen lassen. Insbesondere, wenn sie zu einem zum Hattrick verhelfen, dem dritten Turnfestsieg in Folge im Vereinswettkampf an einem Eidgenössischen Turnfest. Wettingen gewann vor Luzern (29,74), Wangen SZ (29,69), Willisau (29,51) und Mels mit (29,30).