Fussball
Trotz zweitem Testspiel-Sieg: Aarau braucht dringend einen Stürmer

Der FC Aarau setzt sich gegen den FC Wohlen mit 3:0 durch. Dabei konnte sich vor allem Testspieler Otele Mouangue, zuletzt beim FC Luzern im Einsatz, mit zwei Toren auszeichnen. Über einen fixen Wechsel wurde aber noch nicht entschieden.

Patrick Haller
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Otele Mouangue (r.) im Duell mit dem Wohler Dejan Miljkovic.GERRY FREI

Otele Mouangue (r.) im Duell mit dem Wohler Dejan Miljkovic.GERRY FREI

GERRY FREI

Nur selten wusste der FC Aarau in den letzten Jahren einen treffsicheren Stürmer in seinen Reihen. Bezeichnend, dass die klubinternen Goalgetter auch in den beiden Spielzeiten unter Erfolgstrainer René Weiler mit Shkelzen Gashi (18 Tore, Saison 2011/12) und Davide Callà (19 Tore, 2012/13) jeweils aus dem Mittelfeld rekrutiert wurden. Im Hinblick auf die kommenden Herausforderungen in der Super League sind aber selbst im 4-2-3-1-System noch mehrere Verstärkungen im Angriff nötig.

Zurzeit muss der FCA nämlich ohne gelernten Stürmer auskommen. Nach der Ausmusterung von Goran Antic sorgt die Verletzung von Dante Senger für eine zusätzliche Verschärfung der Aarauer Offensivprobleme. Der Argentinier wird mit einer starken Zerrung einige Zeit ausfallen. Ein möglicher Ersatz durfte sich beim 3:0-Sieg im Testspiel gegen Wohlen am vergangenen Samstag präsentieren: Der 24-jährige Kameruner Otele Mouangue – zuletzt vom FC Wil nach Luzern ausgeliehen – wusste sich sogleich als zweifacher Torschütze auszuzeichnen. «Er ist ein Kandidat», äusserte sich Weiler zum technisch versierten Angreifer. Aber die Wahl sei noch völlig offen. Dass sich die Stürmersuche schwierig gestaltet, musste Aarau bereits erfahren – sowohl Franck Etoundi (zum FC Zürich) als auch Goran Karanovic (St. Gallen) haben sich für höher dotierte Offerten der Konkurrenz entschieden.

In den Defensive musste Neuverpflichtung Bruno Martignoni gegen Wohlen seine Polyvalenz unter Beweis stellen, als er neben dem abgeklärten Innenverteidiger Olivier Jäckle im Abwehrzentrum zum Einsatz kam, weil Juan Pablo Garat frühzeitig mit einer Zerrung passen musste. Eine Randnotiz, welche aber auch verdeutlicht, dass die Kaderbreite (noch) nicht ausreicht, um den allfälligen Ausfall von mehreren Akteuren adäquat ersetzen zu können. Beim zweiten Aarauer Testspielsieg zeigte sich Cheftrainer René Weiler jedenfalls zufrieden mit seinem reduzierten Kader: «Es war ein erfreulicher, intensiver Test», resümierte Weiler nach dem Abschluss der ersten Trainingswoche.