Handball

Trotz Trainerwechsel: Winterthurer «Biker» schlagen den TV Möhlin

Sandro Soder betrieb in der Schlussphase noch etwas Resultatkosmetik.

Sandro Soder betrieb in der Schlussphase noch etwas Resultatkosmetik.

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Joachim Spross unterliegt der TV Möhlin auswärts bei Yellow Winterthur deutlich mit 22:35 (18:9). Noch war keine Handschrift des neuen Trainers zu erkennen, doch dies durfte man auch noch nicht erwarten.

Nach dem Einlaufen in die Halle sollten die NLB-Handballer des TV Möhlin noch von zwei Zürcher Bikern, die in schwarzer Ledermontur auf ihren Motorrädern eine Runde um das Spielfeld drehten, eingeschüchtert werden. Davon merkt man allerdings zu Beginn nur wenig und Alexander Milovanovic erzielt den ersten Treffer für die Gäste und nur wenig später erhält Patrick Läng die erste 2-Minuten-Strafe der Partie.

Möhlin profitiert nicht von Strafe

Davon können die Fricktaler leider nicht profitieren und Jonas Steiner trifft zur 3:2 Führung für das Heimteam. Beide Mannschaften haben Probleme in der Defensive und so verteilen die Schiedsrichter auf beiden Seiten munter Strafen, die gar kein richtiges Spiel aufkommen lassen.

Feinabstimmung der Abwehr funktionierte nicht

Durch Missverständnisse in der Abwehr der Gäste kommen die Winterthurer allerdings immer wieder zu einfachen Toren und führen nach 14 Minuten bereits mit 10:4. Auch im Angriff tun sich die Fricktaler schwer, und wenn sie mal zum Abschluss kommen, scheitern sie immer wieder an Adrian Inauen im Tor des Heimteams. Zwar können die Möhliner oft Strafen provozieren, doch daraus können sie zu wenig Kapital schlagen.

Liniger überlistet Wenger

Langsam verbessert sich die Abstimmung im Abwehrzentrum, doch nun schlägt die Stunde des Raphael Liniger, der zweimal aus einem unmöglichen Winkel Alain Wenger überlisten kann. Es sind dies die Treffer zum 12:5 für das Heimteam. Nun pendelt sich der Abstand etwas ein, doch den Gästen gelingt nicht mehr als ein paar Nadelstiche, darunter das 18:9 durch einen sehenswerten Schlenzer von Tobias Stalder, der das Pausenresultat bedeutet.

Kampfbereitschaft fehlt

Den ersten Treffer nach dem Pausentee erzielt Gaudenz Huwiler mit einem schönen Dreher. Dieser Treffer scheint den Gästen bereits wieder etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn weiterhin fehlt der Zug aufs Tor und nur selten kann sich ein Fricktaler im 1-gegen-1 durchsetzen und auch die Emotionen und der Kampf lassen die Gäste vermissen.

Winterthur zeigt sich effizient

Das Heimteam hingegen bleibt offensiv sehr agil und zeigt sich kaltblütig beim Verwerten von Torchancen. Vor allem Gaudenz Huwiler am Kreis und Raphael Liniger am Flügel geniessen viele Freiheiten und wissen diese auch auszunutzen. So steht es nach 43 Minuten bereits 28:12 und Joachim Spross nimmt sein Timeout.

Die zwei Sandros sind bemüht

Trotzdem plätschert das Spiel nun dem Ende entgegen. Die Gäste sind zwar bis zum Ende bemüht, doch können sie nur selten glänzen. Immerhin erzielen Sandro Soder und Sandro Strübin noch ein paar Tore für den TVM, doch den Schlusspunkt hinter die Partie setzt Mulele Kipili mit seinem Tor zum 35:22 für Yellow Winterthur. Positiv zu erwähnen sind die Fans, die erneut fantastische optische und akustische Präsenz markierten und das Team hervorragend unterstützten.

Es folgt das Heimspiel gegen Endingen

Beim TV Möhlin muss man dieses Spiel vergessen und dem neuen Trainer genügend Zeit geben, um überhaupt Einfluss auf die Mannschaft nehmen zu können und dem Team die Leichtigkeit der Aufstiegssaison zurückbringen zu können. Die nächste Partie bestreitet die Equipe von Joachim Spross am 19: Oktober um 19:00 im Steinli gegen den TV Endingen.

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