NLA-Handball

Trotz starker Aufholjagd in der zweiten Halbzeit: Der TV Endingen unterliegt GC Amicitia zu Hause mit 30:33

Flügelspieler Patrick Mathys und seine TVE-Teamkollegen wollen die rote Laterne möglichst bald wieder abgeben.

Flügelspieler Patrick Mathys und seine TVE-Teamkollegen wollen die rote Laterne möglichst bald wieder abgeben.

Der TV Endingen verliert in der 23. Runde der NLA vor 450 Zuschauern zu Hause gegen GC Amicitia nach einem 12:16-Pausenrückstand und einem Krimi in der Schlussphase mit 30:33. Damit steht nach der fünftletzten Runde die Playout-Teilnahme für die Surbtaler nun auch rechnerisch fest, der rettende acht Rang ist nicht mehr erreichbar.

Der Auftakt in die Partie verläuft ausgeglichen: In den ersten fünf Spielminuten gibt es sowohl auf Seiten des TV Endingen als auch auf Seiten von GC Amicitia Technische Fehler, Torhüterparaden und je einen Treffer zu verzeichnen.

Die Partie entwickelt sich in den folgenden Minuten in ähnlichem Stil weiter. Zwar können die Gäste zwischenzeitlich auf zwei Treffer davonziehen, mehr aber vorläufig nicht. Ganz im Gegenteil, das Heimteam bleibt dran. Und so gelingt den Surbtalern in der Person von Captain Christian Riechsteiner kurz nach Ablauf der 12. Spielminute der 5:5-Ausgleich.

Obwohl die Endinger bald wieder mit zwei Treffern in Rückstand geraten, lassen sie sich nicht abwimmeln. Und noch vor Ablauf der 19. Spielminute gleicht TVE-Topskorer Claudio Vögtli nach einem Technischen Fehler der Zürcher im schnellen Gegenstoss zum 8:8 aus.

Erst vor der Pause lässt sich der TVE erstmals abwimmeln

Nach knapp 22 Spielminuten ist es dann doch so weit: Zwei Wurffehler und ein parierter Abschluss in Folge führen innert weniger Augenblicke dazu, dass der TVE erstmals in dieser Partie mit vier Treffern (8:12) zurückliegt. 

Doch die Endinger beweisen einmal mehr viel Nehmerqualitäten und verkürzen trotz gleich mehrerer umstrittener Schiedsrichter-Entscheide gegen sich knapp vier Minuten vor der Pausensirene auf 11:13. In doppelter Unterzahl gerät der TVE dann aber doch wieder mit vier Toren ins Hintertreffen – und dabei bleibt es bis zur Pause (12:16).

Torhüter Grana legt die Basis für eine mögliche Aufholjagd

Dennis Grana, der bei den Endingern den Platz zwischen den Pfosten in der Pause vom glücklosen Vit Schams übernommen hat, pariert gleich den ersten Abschluss auf seinen Kasten. Damit liefert er seinen Vorderleuten die ideale Ausgangslage zum Start der Aufholjagd: Doch daraus wird nichts. Und weil Granas Gegenüber Nikola Marinovic gleich die ersten beiden Abschlüsse pariert, liegt das Heimteam knapp dreieinhalb Minuten nach der Pause bereits mit 12:18 zurück.

Im Gegenstoss nach Granas zweiter Parade in der 40. Minute gelingt Simon Wittlin das 18:22. Nur wenige Augenblick später verkürzt Milomir Radovanovic auf 19:22. Und Grana hat jetzt einen Lauf, pariert Wurf um Wurf. Seine Vorderleute lassen zwar gleich mehrere Möglichkeiten liegen, trotzdem kommt der TVE eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie wieder bis auf einen Treffer (23:24) an die Zürcher heran.

Einmal mehr kommt es zum Krimi in der Schlussphase

In der 46. Minute ist es dann tatsächlich so weit: Das Heimteam gleicht in Überzahl dank Radovanovics Treffer zum 24:24 erstmals wieder aus – das Publikum in der GoEasy-Arena tobt. In den folgenden Minuten vergeben die Endinger nun sogar die Chance auf die erstmalige Führung in der Partie. Dank weiterer Paraden des nun überragend aufspielenden Torhüters Grana ist die Partie auch in der 51. Minute weiterhin ausgeglichen (27:27).

Weil es beim TVE nun in der Offensive plötzlich wieder etwas hapert und die Gäste gleich zwei Mal erfolgreich sind – einmal vom Siebenmeterpunkt, einmal mittels Konter – sieht es sieben Minuten vor der Schlusssirene wieder etwas weniger gut aus für das Heimteam, das nun 27:29 zurückliegt.

Doch davon lassen sich die Endinger einmal mehr nicht unterkriegen – und gleichen noch vor Ablauf der 56. Minute durch Sven Schafroths Treffer zum 29:29 erneut aus. Aber dann gelingt in der Offensive plötzlich wieder nichts mehr. Die Zürcher lassen sich mit ihren Gegenstössen nicht zwei Mal bitten und sorgen in den Schlussminuten doch noch für die Entscheidung zu Ungunsten des TVE, der mit 30:33 unterliegt.

TVE-Torhüter Grana: «Es tut sehr weh»

«Es tut sehr weh, dass wir erneut ohne Punkte bleiben», sagt Torhüter Grana, der mit seinen zahlreichen Paraden in der zweiten Halbzeit den Grundstein für die Endinger Aufholjagd legte. «Wir kämpfen uns immer wieder gut zurück. Am Ende fehlen uns etwas die Ausdauer und auch das nötige Glück. Es ist eines von vielen ähnlichen Kapiteln in dieser Saison. Ich hoffe schon, dass das irgendwann ein Ende hat», ergänzt der 23-Jährige.

Ähnlich sieht es Nemanja Sudzum, der drei Treffer in seiner persönlichen Statistik verbucht: «Trotz vieler Fehler konnten wir mit einem guten GC mithalten. Wir hatten unsere Chancen, aber leider konnten wir diese in den entscheidenden Momenten nicht nutzen.» Der 37-Jährige hadert damit, dass seine Mannschaft immer wieder Mühe mit der Konstanz bekundet: «Ich frage mich manchmal, warum wir nicht immer über die gesamte Partie so decken und angreifen können, wie wenn es uns läuft.» 

TVE und RTV stehen nun auch rechnerisch in den Playouts

Der TV Endingen verbleibt nach der Niederlage gegen GC Amicitia mit einem Punkt Rückstand auf den RTV Basel am Tabellenende der NLA. Nach der insgesamt 19. Niederlage in der laufenden Saison steht zudem vier Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde definitiv fest, was sich bereits seit Wochen abgezeichnet hatte: Die Surbtaler müssen nach Abschluss der Hauptrunde den Gang in die Playouts antreten.

Und auch der Gegner ist nach der 23. Runde fix: Es wartet « ebenfalls wie erwartet – der RTV Basel. Für Sudzum, Grana und Co. geht es damit es in den noch verbleibenden vier Runden nur noch um den Heimvorteil in der Best-of-5-Serie gegen die Basler.

«Das wird sicher nicht einfach. Die Basler haben zuletzt mit einem souveränen Sieg gegen GC und der knappen Niederlage gegen die Kadetten gezeigt, dass sie gut in Form sind», sagt Sudzum. Trotzdem glaubt der Rückraumspieler an den Ligaerhalt seiner Mannschaft: «In einer Best-of-5-Serie ist schliesslich alles möglich!»

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an:

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