NLB

Trotz schlechter Schlussphase: Endingen bodigt Birsfelden

Jonathan Knecht setzt sich durch.

Jonathan Knecht setzt sich durch.

Was zur Spielhälfte nach einem klaren Sieg für den TV Endingen aussah, erwies sich in den zweiten dreissig Minuten als Zitterpartie. Hätte das Spiel noch fünf Minuten länger gedauert, hätten die Endinger wohl als Verlierer vom Platz gehen müssen.

Der TV Endingen startete äusserst schnell und konzentriert: Schon nach wenigen Minuten konnten sich die Surbtaler soweit absetzen, dass der TV Birsfelden innerhalb von drei Minuten zwei Timeouts nehmen musste, um den Spielfluss der Endinger zu unterbrechen. Die 5:1 Abwehr der Endinger stand kompakt, sicher und liess keine guten Schüsse aufs Tor zu.

Während der TV Birsfelden zahnlos agierte, setzten sich die Endinger Tor um Tor ab. Nach zwanzig Spielminuten schien das Spiel gelaufen. Die Zuschauer mussten nicht unterstützend jubeln, man nahm die Führung als gegeben hin. Torhüter André Willimann lief zu Höchstform auf. Bei seinen zahlreichen Paraden und dem tollen Stellungsspiel schien zeitweise kein Durchkommen für die Basler zu geben.
Zehn Tore Differenz zur Pause sollten nun mindestens gehalten werden. Doch trotz klaren Trainervorgaben in der Kabine zeigten sich die Spieler unkonzentriert zu Beginn der zweiten Spielhälfte. Spielten die Birsfelder ihre Angriffe voll aus, so hasteten die Endinger von Angriffsversuch zu Angriffsversuch.

Der Vorsprung schmolz

Die Kaltblütigkeit der ersten Spielhälfte wich Aktionismus und ermöglichte es Birsfelden, sich langsam aber stetig heranzuarbeiten. Der Vorsprung schmolz nur so dahin. Auf Endinger Seite vermisste man schmerzlich die letzte Konsequenz zum Tor, Fehlpässe häuften sich und die Chancenauswertung liess entsprechend zu wünschen übrig. In seinem zweiten Einsatz erzielte Andrin Schild in dieser schwierigen Phase sein erstes NLB-Tor, das von den Zuschauern gebührend gefeiert wurde. Der Schlusspfiff war für die Endinger Fans beinahe erlösend.

Nach langer Verletzungspause stellte sich Simon Huwyler wieder als Verteidigungschef in seine Reihen. "Ich habe mich auf den Einsatz sehr gefreut. Ein wenig fehlt mir noch die Spielpraxis, doch nun bin ich seit zwei Wochen wieder voll im Training mit dabei und werde sicher mich schnell wieder richtig einfinden können." Huwyler sah denn auch in der Manndeckung von Nemanja Sudzum einen der Puzzleteile, warum es in der zweiten Halbzeit nicht richtig lief. Während in diesem Spiel der Erfolgsdruck auf Seiten der Endinger lag, weiss Huwyler, dass beim Cup-Spiel vom kommenden Mittwoch das Team nur als Aussenseiter auf dem Platz sein wird.

David gegen Goliath
So sieht Trainer Michael Spuler die Ausgangslage im Cup-Achtelfinal, das der TV Endingen als Heimspiel gegen die NLA Mannschaft von Kriens-Luzern austragen wird. Kriens-Luzern wird sicher gut vorbereitet den Weg nach Wettingen in die Tägi-Halle finden. Ob sie den TV Endingen aber doch ein wenig unterschätzen werden, wird das Spiel zeigen. "Wir freuen uns auf die Herausforderung und werden alles daran setzen, dass Kriens-Luzern sein bestes Handball auspacken muss." Spuler freut sich auf die sicher gute Stimmung mit dem tollen Heimpublikum. Das Team ist gut vorbereitet und wird die Aufgabe als Underdog in Angriff nehmen.

Telegramm:

TV Endingen : TV Birsfelden 36:34 (21:11)
Sporthalle Aue, Baden; 250 Zuschauer; SR Sager/Rätz

TV Endingen: Willimann; Gotthard (4), Huwyler, Knecht (2), Kündig (2), Ladan (2), Pejkovic (6), Riechsteiner Ch. (8), Schild (1), Romanov (4), Schubnell (3), Sudzum (4).

TV Birsfelden: Braun,Tränkner; Morf, Engler (6), Mikyla (8), Müller, Reichmuth (1), Sala (1), Salomon (1), Spandauer (3), Thomsen (10), Ryhiner (1), Sebele (3).

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