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Trotz fehlender Konstanz steht der FC Baden an der Spitze

Der FC Baden geht trotz einer langen Verletztenliste als Leader der 1. Liga in die Winterpause. Eine Bestandesaufnahme.

Luca Muntwyler
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FCB-Trainer Gabor Gerstenmaier.

FCB-Trainer Gabor Gerstenmaier.

foto-net / Alexander Wagner

Die Meisterschaft des FC Baden in der 1. Liga hat vor der Winterpause aufgehört, wie sie begonnen hat – mit einem Spiel gegen den FC Balzers. Dennoch: die zwei Partien könnten unterschiedlicher nicht sein. Im Eröffnungsspiel setzte sich der Aargauer Aufstiegsaspirant klar und souverän mit 4:0 durch, im Rückspiel mussten sich die Badener mit einem biederen 0:0 begnügen. Was ist während der Vorrunde passiert?

Verletzungshexe schlug zu

Der Ausgang dieser zwei Partien gegen Balzers war sinnbildlich für die Vorrunde des FC Baden. Obwohl die Mannschaft in beiden Spielen eine starke Leistung ablieferte, fehlte die Konstanz über die gesamte Hinrunde. Beispielsweise die Unentschieden gegen Seuzach und Thalwil oder die Niederlage gegen Grasshoppers U21 hätte man verhindern können.

Ein Grund für die Inkonstanz ist schnell gefunden: Die Verletzungshexe hat es mit den Badenern nicht gut gemeint. Gleich acht Spieler wurden von ihr heimgesucht. Im letzten Spiel fehlten insgesamt 13 Akteure. Die ganze Mannschaft lief deshalb am Limit. Die Winterpause kommt also genau zum richtigen Zeitpunkt. «Frisches Blut ist nötig. Die Mannschaft braucht den Konkurrenzkampf», erklärt Trainer Gabor Gerstenmaier, der bald wieder auf ein breiteres Kader zählen kann.

Auch aufgrund der vielen Verletzungen offenbarten sich beim Aufstiegsaspiranten einige Schwächen in den Auswärtspartien. Lediglich fünf Punkte aus sechs Partien konnten die Badener ergattern. Das ist eindeutig zu wenig für ein Spitzenteam. Scheinbar mühelos schickten die Badener dafür zu Beginn der Saison ihre Gegner vom Kunstrasen des Stadion Esp nach Hause. Umso mehr plagte sich der FCB als Gast auf dem natürlichen Terrain ab.

Seit dem ersten Spieltag Leader

Trainer Gerstenmaier ist ein Perfektionist. Er versucht, in jeder Situation das Maximum herauszuholen. Trotzdem kann der Trainer zufrieden sein mit dem, was sein Team in der ersten Saisonhälfte geboten hat. «Von den Punkten und dem Rang her lief alles gut. Seit dem ersten Spieltag sind wir Leader», meint der 47-Jährige. Und obwohl er noch viel Entwicklungspotenzial sieht, fügt er an: «Wir sind sicherlich auf gutem Wege in Richtung Aufstiegsspiele, auch wenn wir in jeder Partie die Gejagten sind.» Besonders glücklich ist Gerstenmaier mit dem 2:0-Heimsieg gegen Wettswil-Bonstetten. Zu zehnt – nach einer roten Karte gegen Goran Antic noch in der ersten Halbzeit – hat sich seine Mannschaft die drei Punkte erkämpft. «Wir haben als Team überzeugt», sagt der ehemalige rumänische Nationalspieler.

Stärker auf Naturrasen werden

Diese Kampfbereitschaft wünscht sich der ungarisch-rumänische Doppelbürger nun auch für die zweite Saisonhälfte. In der Winterpause geht es nun darum, neue Kräfte zu sammeln und auch die Unterlage des Naturrasens in den Griff zu bekommen, um gut gewappnet in die Rückrunde zu starten. Diese wird nämlich für die Badener mehrheitlich auswärts und auf natürlichem Terrain stattfinden. Nur fünf der verbleibenden zwölf Partien finden im heimischen Esp statt.

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