1. Liga

Trotz Exploit: Argovia Stars verpassen direkte Playoff-Qualifikation

Die Argovia Stars müssen mit der unteren Masterround vorlieb nehmen.

Die Argovia Stars müssen mit der unteren Masterround vorlieb nehmen.

Die 161 Zuschauer, die auf die KEBA in Aarau kamen, um den Argovia Stars bei der Entscheidung um die direkte Playoff-Qualifikation beizustehen, brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Gegen die Drittplatzierten aus Lyss gabs einen Sieg.

Nachdem die Aargauer dem Tabellenführer EHC Thun im letzten Spiel bereits einen Punkt abnehmen konnten, resultierte nun in einem sehr guten Spiel auf hohem Niveau ein verdienter Sieg gegen den Drittplatzierten SC Lyss. Dennoch reichte es knapp nicht, sich direkt für die Playoffs zu qualifizieren, die Vorrunde wurde mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Strich auf dem guten 6. Rang abgeschlossen.

Verdiente klare Führung nach dem Startdrittel

Das Spiel begann mit einem Schock für das Heimteam. Bereits nach 57 Sekunden stand es nämlich 1:0 für die Gäste aus Lyss, nachdem ein Abpraller vor dem eigenen Tor nicht konsequent weggearbeitet werden konnte. Erfreulicherweise liessen sich die jungen Aargauer aber dadurch keinewegs verunsichern. Im Gegenteil begann man nun, konzentriert und ruhig zu spielen. In der Offensive wie auch defensiv wurde diszipliniert und sicher gespielt. Es gelang meist, den Gegner schon im Ansatz beim Spielaufbau zu stören, wodurch viel Druck in deren Drittel aufgebaut werden konnte. Der Ausgleich war somit nur eine Frage der Zeit und fiel in der 4. Minute durch Pascal Witter auf Pass von Sandro Forrer und Lukas Leuenberger. Da es den Auenstädtern gelang, das Niveau zu halten, war es hoch verdient, dass nach zwei weiteren Toren (je durch Sandro Forrer auf Pass von Pascal Wittwer und Christoph Frei) beim Spielstand von 3:1 in die Pause gegangen werden konnte.

Abbau im Mitteldrittel

Leider konnte das junge Aargauer Team auch dieses Mal die Konzentration aus dem ersten Drittel nicht in den zweiten Abschnitt mitnehmen. In der 24. Minute konnte zwar noch auf 4:1 erhöht werden (Pascal Wittwer, Sandro Forrer, Christoph Frei), im Anschluss gewannen aber die Gäste aus dem berner Seeland immer mehr Spielanteile. Die Aarauer hingegen bekundeten sichtlich Mühe, den Vorsprung zu halten. In dieser heiklen Phase konnte der starke Sandro Wehrli im Tor mehrmals durch Glanzparaden den Anschlusstreffer verindern. Nachdem das Coachingduo Wehrli / Wittwer etwa bei Drittelshälfte sein Timeout bezogen hatte, konnten sich die Adler aus Aarau etwas fangen, mussten aber in der 38. Minute dennoch den Anschlusstreffer zum 4:2 hinnehmen, was auch dem Drittelsresultat entsprach.

Hochstehendes Spiel im Schlussabschnitt

Das letzte Drittel bot dann 1.-Liga-Eishockey auf sehr hohem Niveau mit viel Tempo. Beide Teams suchten den Abschluss, es wurden einander keine Geschenke gemacht, was zu vielen Torszenen und einem hohen Unterhaltungswert für die Zuschauer führte. Nachdem dem SC Lyss in der 55. Minute der Anschlusstreffer gelungen war, kam noch einmal richtig Spannung auf. Das erlösende 5:3 konnte Pascal Wittwer dann auf Pass von Sandro Forrer und Tobias Fohrler in der 60. Minute ins inzwischen leere Tor der Lysser erzielen.

Ziel Playoff kann nun über die Zwischenrunde erreicht werden

Nach einer Spielpause über Weihnachten geht es dann im neuen Jahr mit dem Kampf um die verbleibenden drei Playoffplätze los. Die sechs Teams unter dem Strich spielen noch je zweimal gegeneinander und die besten drei Teams kommen dann mit den fünf gesetzten Mannschaften in die Playoffs. Die Mannschaft hat grosse Fortschritte erzielt, was auch dadurch deutlich wird, dass 22 der 31 Punkte in den 10 Spielen der Rückrunde verbucht werden konnten. Es kann also für den weiteren Verlauf der Meisterschaft mit tollen Spielen gerechnet werden.

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