Fussball
Trotz Chancenplus: Bittere Niederlage für den FC Wohlen

Die Freiämter stecken nach dem 1:2 in Lugano weiter im Abstiegskampf. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit hätte sich Wohlen jedoch mindestens einen Zähler verdient gehabt.

Ruedi Kuhn und Ugo Morselli
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Joël Geissmann hat das zweite Wohler Tor auf dem Fuss.Gerry Frei/Archiv

Joël Geissmann hat das zweite Wohler Tor auf dem Fuss.Gerry Frei/Archiv

Gerry Frei

Was für eine hektische Schlussphase: Rexhep Taqis Treffer zum 1:1 in der 67. Minute ist der Auftakt für die totale Offensive. Nun will der FC Wohlen den Sieg. Das 2:1 für die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza liegt in der Luft. Joao Paiva und Joël Geissmann stehen gleich zweimal im Brennpunkt des Geschehens. Erst verfehlt der Portugiese das Ziel, dann bringt das Talent aus Hägglingen den Ball nicht an Russo vorbei. Und wer die Tore nicht schiesst, der kassiert sie. Luganos Joker Guarino sorgt mit dem 2:1 für die Entscheidung.

Dritte Niederlage in Serie

Schliesslich steht der FC Wohlen nach dem 0:2 in Locarno und dem 0:3 gegen Biel zum dritten Mal in Folge ohne Punkte da. Geissmann blickt zurück und sagt: «Diese Niederlage war alles andere als zwingend. Während der zweiten Halbzeit machten wir viel Druck und standen dem 2:1 näher als Lugano. Nach dem 1:1 hatte ich eine Riesenchance. Die muss ich einfach machen.» Der 21-jährige Mittelfeldspieler will trotz des neuerlichen Rückschlags positiv in die Zukunft schauen. «Noch ist nichts verloren», fügt Geissmann hinzu. «Wir dürfen jetzt nicht mit dem Schicksal hadern, sondern müssen uns auf den Abstiegskampf konzentrieren.»

Leistungssteigerung nach Seitenwechsel

Tatsächlich hält der FC Wohlen das Schicksal immer noch in den eigenen Händen. Die Freiämter haben es im Cornaredo allerdings verpasst, einen oder gar drei Punkte zu holen. Lugano bestimmte in der Startphase zwar den Rhythmus und ging nach einer Viertelstunde und einem Kopfball von Basic verdientermassen in Führung. Danach beschränkten sich die Tessiner auf das Verwalten des Vorsprungs. Ganz anders Wohlen: Sforzas Team legte gegen Ende der ersten Halbzeit und vor allem nach der Pause die Passivität ab und wurde immer stärker. In der Schlussphase der intensiven und temporeichen Partie verpasste es mit einem Mann mehr die Siegsicherung. Tosetti sah nach 79 Minuten die gelb-rote Karte, weil er einen Freistoss zu früh ausgeführt hatte. Nun setzte der FC Wohlen alles auf eine Karte, holte aber nichts Zählbares heraus.

Vollgas vor dem Zitterspiel

Sechs Runden vor Schluss spitzt sich der Abstiegskampf mehr und mehr zu. Der FC Wohlen und Locarno sind punktgleich. Am 27. April um 15 Uhr kommt es Stadion Niedermatten zum Duell der Kellerkinder. Über die Ostertage sollen die Spieler erst einmal die Batterien aufladen. Nach vier freien Tagen geht wieder die Post ab: Am Dienstag und Mittwoch stehen je zwei Trainingseinheiten auf dem Programm.

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