Der FC Wohlen hat es verpasst, in der Challenge League Tabellenführer FC Schaffhausen vom Sockel zu stürzen und diesem die ersten Punkte auf dem eigenen Terrain im Lipo-Park abzunehmen. Vor allem aber hat er es versäumt, seinem Punktekonto Zuwachs zu geben; im Abstiegskampf zählt nun mal jeder Punkt.

Hinterher müssen sich die Wohler den Vorwurf machen, sich selbst geschlagen zu haben. So jedenfalls fasste ihr Trainer Ranko Jakovljevic die 90 Minuten auf dem Schaffhauser Kunstrasen zusammen. Seine Mannschaft hatte in ihrem 5-3-2-System den Gegner über weite Strecken der Partie gut im Griff gehabt und war vor der Pause durch Kristian Kuzmanovic in Führung gegangen.

Souveränität und Ordnung gingen verloren

Aber in den zehn Minuten nach dem Wechsel  ging bei den Aargauern die Souveränität und Ordnung verloren, was den keineswegs unwiderstehlichen Gastgebern die Chance gab, das Spiel zu wenden. Zuerst traf Tunahan Cicek mit seinem bereits siebten Saisontor – er führt die Torschützenliste nun an – zum 1:1, nur wenig später verwandelte Hélios Sessolo einen Corner direkt. Goalie Flamur Tahiraj machte dabei eine unglückliche Figur.

Eine Reaktion der Gäste auf den Rückstand blieb zunächst aus. Dann aber stemmten sie sich mit Macht gegen die drohende Niederlage und kamen in der Schlussphase durch Kilian Pagliuca und zweimal Marko Bicvic zu drei exzellenten Torchancen.

Die Schaffhauser derweil versäumten es, den mittlerweile vorhandenen Platz für Konterchancen auszunützen. Fazit: Wohlen zeigte eine sehr ordentliche Leistung und hätte den Platz eigentlich mit einem leistungsgerechten 2:2 verlassen müssen.

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