Fussball
Trotz 1:3 gegen GC: Der Spass beim FC Wohlen kehrt zurück

Der FC Wohlen verliert gegen GC, doch Wohlen-Trainer Sforza zieht ein positives Fazit. «Die Qualität der Mannschaft ist sehr hoch», sagt der Ex-Internationale.

Fabian Sangines
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Wohlen verliert gegen GC 1:3
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Wie sieht die Kugel von unten aus? Goalie Joel Kiassumbua (Wohlen) ist geschlagen.
Leichte Schräglage: Veroljub Salatic (links, GC) gegen Joel Geissmann.
Achtung Bein im Weg: Samir Ramizi (links, Wohlen) gegen Amir Abrashi,
Kommt ein GC-Spieler geflogen: Munas Dabbur (links, GC) gegen Bujar Lika (rechts, Wohlen).

Wohlen verliert gegen GC 1:3

foto-net / Alexander Wagner

Anhand der Laune von Ciriaco Sforza nach dem Schlusspfiff des Testspieles gegen Vizemeister GC hätte man locker einen überraschenden Sieg des Challenge-Ligisten vermuten können.

Obwohl der Schein trog und Sforzas Team 1:3 bezwungen wurde, ist die Zufriedenheit des Wohler Übungsleiters angesichts der Darbietung des FCW durchaus verständlich.

«Niemand verliert gerne, weder ich noch das Team; doch heute hat es richtig Spass gemacht, meiner Mannschaft zuzuschauen», so Sforza und schiebt sogleich nach, «man hat heute wieder gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind».

Der richtige Weg zeigte sich besonders im Verlauf der ersten 20 Minuten, als GC vom unterklassigen Gegner mittels aggressivem und konsequentem Pressing in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurde.

Durch das frühe Stören des Gegners und schnell vorgetragene Angriffe über die Flügel kam Wohlen zu mehreren guten Ansätzen. Folgerichtig brachte der auffällige Neuzugang Remo Buess den FCW in der 5. Minute nach einer Ecke in Front.

Erst nach knapp 20 Minuten kamen die Zürcher zu ihrem ersten Torabschluss. Dann aber schlug es ein. Dass der bis zu diesem Zeitpunkt schwache Ngakumol mit zwei Kopftoren das Spiel noch vor der Pause drehte, war aber eine zu hohe Strafe für Wohlen.

«Die Gegentore waren nicht zwingend. Weil die Konzentration manchmal etwas gefehlt hat, sind wir etwas zu weit von den Gegnern weg gestanden. Das ist aber ganz normal, die Vorbereitung ist hart und die Jungs haben heute Morgen noch ein Training absolviert», analysierte Sforza.

Immer noch anfällig auf Kopftore

Dass Salatics auch das 3:1 per Kopf erzielte, ist Sforza aufgefallen: «Unsere Anfälligkeit auf hohe Bälle ist bekannt. Das müssen wir besser machen und das werden wir auch besser machen.» Als «sehr gut integriert» erachtet er die Neuzugänge.

«Die Mannschaft ist kompakt, sie spielt miteinander, sie verteidigt auf hohem Niveau. Da sieht man, dass die Neuen sich gut eingefügt haben. Neben dem Torschützen Buess sticht vorab Kevin Pezzoni von den Neuen ins Auge, der mit seinem unaufgeregten Spiel vor der Abwehr ein Garant ist für die vom Ex-Internationalen zitierte Kompaktheit.

Für den FCW-Trainer ist der Deutsche auf der «Sechs» ein wichtiger Bestandteil. «Mit seiner Präsenz und mit seiner Persönlichkeit gehört Kevin einfach dorthin», lobt Sforza den ehemaligen Bundesliga-Profi.

FCW agiert und das ist gut so

Das Auftreten des FC Wohlen lässt zuversichtlich in die Zukunft blicken, das sieht auch Sforza so: «Die Mannschaft reagiert nicht, sie agiert, sie versucht zu dominieren, das macht mir richtig Spass.»

Deshalb glaubt der 44-Jährige nicht, dass Wohlen auch nächste Saison gegen den Abstieg spielt: «Die Qualität der Mannschaft ist sehr hoch.» Sollte dies wahr werden, dürften die Wohler Fans eine um einiges ruhigere Spielzeit in der Challenge League erwarten.