Trimbach
Der Holländer Gijs Brouwer macht den Medwedew und gewinnt die «Peter Buser Open»

Als bester Schweizer scheitert Antoine Bellier beim Turnier in Trimbach im Halbfinal – wie zwei weitere seiner Landsmänner scheiterte auch der 24-jährige Genfer am späteren Sieger des ITF-Turniers.

Fabio Baranzini
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Turniersieger Gijs Brouwer (r.) und Elmar Ejupovic posieren nach dem Final der «Peter Buser Open».

Turniersieger Gijs Brouwer (r.) und Elmar Ejupovic posieren nach dem Final der «Peter Buser Open».

Bild: zvg

2016, bei der letzten Ausgabe des Profiturniers in Trimbach, war es Daniil Medvedev, der die Schweizer Hoffnungen am Heimturnier «crashte». Der Russe eliminierte damals auf dem Weg zum Titel nicht weniger als vier Schweizer.

Es scheint als hätte Medvedev in diesem Jahr den Holländer Gijs Brouwer inspiriert. Der 25-Jährige war beim «Peter Buser Open» an Nummer vier gesetzt und eliminierte in dieser Woche ebenfalls drei Schweizer – darunter die beiden hoch gehandelten Talente Leandro Riedi im Achtelfinal und Dominic Stricker im Viertelfinal.

Im Halbfinal schickte Brouwer dann auch noch den letzten im Turnier verbliebenen Schweizer – den Davis-Cup-Spieler Antoine Bellier – nach Hause. Auch gegen Bellier blieb Brouwer ohne Satzverlust.

Der Holländer sicherte sich nach den drei Siegen gegen die Schweizer verdientermassen den Titel in Trimbach. Dies dank einem Finalerfolg gegen den Deutschen Elmar Ejupovic.

Kein Schweizer Exploit in Trimbach

Die Schweizer blieben in der vergangenen Woche in Trimbach ohne Exploit. Zwar schafften erfreulicherweise gleich 15 Eidgenossen den Sprung ins Hauptfeld – darunter auch der Hägendorfer Mischa Lanz, der sich erfolgreich durch die Qualifikation gespielt hatte.

Doch bereits in der ersten Runde mussten neun Schweizer die Segel streichen. Jakub Paul und Dominic Stricker schafften es letztendlich bis in den Viertelfinal, Antoine Bellier erreichte den Halbfinal. Immerhin im Doppel konnten die Schweizer reüssieren. Jakub Paul und Yannik Steinegger sicherten sich den Titel.

«Wir haben natürlich darauf gehofft, dass es ein Schweizer bis in den Final schafft. Das war leider nicht der Fall, aber wir hatten extrem Freude, dass wir so viele Schweizer im Hauptfeld hatten. Ich hoffe, sie konnten alle wertvolle Erfahrungen sammeln, die ihnen in Zukunft helfen werden», sagt Turnierdirektor Marco Meyer.

Grosse Erleichterung bei den Organisatoren

Meyer, der das «Peter Buser Open» in diesem Jahr gemeinsam mit Marco Chiudinelli und einem insgesamt zehnköpfigen OK organisiert hat, zieht eine positive Bilanz:

«Die Anspannung vor Turnierbeginn war riesig. Wir wussten nicht genau, was uns erwartet. Jetzt ist dafür die Erleichterung, dass alles so gut geklappt hat, umso grösser.»

Und Meyer ergänzt: «Wir haben die Coronamassnahmen vom ersten bis zum letzten Tag minutiös durchgezogen. Das hat sich gelohnt. Uns ist kein positiver Fall bekannt und auch die beiden Turnierärzte haben nicht Aussergewöhnliches festgestellt.»

Das Turnier in Trimbach war das erste Profiturnier, das nach dem zweiten Lockdown in der Schweiz stattgefunden hat. In den kommenden Wochen sind in Lugano und in Biel noch zwei weitere Profiturniere auf Schweizer Boden geplant.

Resultate

ITF Future in Trimbach

Einzel. Halbfinals: E. Ejupovic (GER, 5) s. M. Martineau (FRA, 2) 4:6, 7:6, 6:3. G. Brouwer (NED, 4) s. A. Bellier (SUI, 6) 6:3, 6:4. – Final: G. Brouwer (NED, 4) s. E. Ejupovic (GER, 5) 7:5, 6:0.

Doppel. Final: Y. Paul (SUI)/Y. Steinegger (SUI, 3) s. E. Ejupovic (GER)/A. Erler (AUT, 4) 6:3, 7:5.

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