Der STV Baden nutzt die Gunst der Stunde: Weil mit dem HSC Suhr Aarau und dem TV Endingen gleich beide Aargauer Nationalliga-A-Teams abgestiegen sind, können sich die Stadtturner enorm verstärken: Zum einen wechselt der ehemalige HSC-Spielertrainer Björn Navarin von der Schachenhalle in die Aue. Zum anderen das Suhrer Urgestein Manuel Reichlin und Endingens Goalie Beni Kropf.

Keine grossen Transfersummen

Einerseits haben sicherlich die Beziehungen von Trainer Andreas Steiner und Goalietrainer Adi Lehner mitgeholfen. So soll denn auch wie früher Navarin als Spieler auf dem Platz die Fäden ziehen. Die Zusammenarbeit mit Steiner wird eng sein, beide werden Trainings leiten.

Der Transfer des ehemaligen Bundesliga-Shooters ist aber nicht dank dem dicken Checkbuch der Badener möglich, sondern weil Navarin sein Pensum als Turnlehrer erhöhen konnte und seine Frau dank den Beziehungen des STV ebenfalls eine Teilzeitanstellung bekommen hat. «Deshalb ist es für uns finanziell tragbar», betont Adi Lehner. Navarin lagen auch andere Angebote vor, doch er wollte seine Anstellung als Turnlehrer behalten und weiter im Erwachsenenbereich als Handballtrainer tätig sein.

Urgestein will oben mitspielen

Wenn man in den letzten beiden Jahrzehnten an Suhr dachte, dann dachte man gleichzeitig auch an Manuel Reichlin. Der unermüdliche Kämpfer, der sowohl im Rückraum als auch am Kreis eingesetzt werden kann, spielte 21 Jahre für Suhr. Nach zahlreichen Abstiegsschlachten möchte er endlich wieder mal an der Tabellenspitze mitmischen. Zudem muss er auf seinen Körper hören und den Trainingsumfang reduzieren. Beides ist für den ehemaligen Captain der Suhrer beim STV Baden möglich.

Man hofft auf weitere Transfercoups

Als dritter Zuzug vermelden die Stadtturner den Transfer von Goalie Beni Kropf, der zuletzt bei Endingen nicht mehr gross zum Zuge kam. Doch die Badener bleiben weiterhin aufmerksam und sondieren den Markt. Es ist möglich, dass sich weitere Transfercoups anbahnen.

Die Strategie ist vorgegeben: «Wir wollen nächste Saison in die Aufstiegsrunde», bleibt Lehner noch vorsichtig. Doch mittelfristig wollen die Stadtturner wieder in die NLB zurück und womöglich den Platz von Suhr oder Endingen einnehmen.