Fussball
Trainerwechsel: «Der FC Muri ist für mich eine Herzensangelegenheit»

Der ehemalige Spieler Carmine Pascariello wird neuer Trainer des FC Muri. Der jetzige Cheftrainer, Beat Hubeli, gibt sein Amt aufgrund persönlicher Verpflichtungen per Ende Saison ab.

Fabio Baranzini
Merken
Drucken
Teilen
Carmine Pascariello 2012 als Spieler beim FC Muri.

Carmine Pascariello 2012 als Spieler beim FC Muri.

Foto Wagner

Mitte März hat der amtierende Cheftrainer Beat Hubeli, der seit vier Jahren die erste Mannschaft des FC Muri führt, bekannt gegeben, dass er Ende Saison sein Amt zur Verfügung stellen wird. «Ich werde in diesem Jahr ein Eigenheim bauen und dabei die Bauführung übernehmen. Neben der Selbstständigkeit ein Haus zu bauen und gleichzeitig noch Trainer zu sein, hätte nicht geklappt. Ich kann nicht auf drei Hochzeiten gleichzeitig tanzen, da würde alles darunter leiden», so der 50-Jährige, der nach dieser Saison als Fussballtrainer mindestens ein Jahr pausieren wird.

Mit Carmine Pascariello haben die Murianer aber bereits einen Nachfolger für die 1.-Liga-Equipe gefunden. Und das ist kein Unbekannter im Klosterdorf. Im Gegenteil: Pascariello hat zwischen 2007 und 2014 sieben Jahre lang für die erste Mannschaft gespielt und dort vor zwei Jahren auch seine Karriere beendet. Und nun kehrt der 32-Jährige als Trainer nach Muri zurück. «Ich habe mich riesig gefreut, als ich angefragt wurde. Der FC Muri ist für mich eine Herzensangelegenheit, da musste ich nicht lange überlegen», erklärte Pascariello, der zurzeit als Trainer der U16 des Teams Aargau arbeitet und daneben auch die A-Trainerdiplom-Ausbildung absolviert.

Pascariello, der Perfektionist

Den ehemaligen Torschützenkönig des FC Muri, der vor seinem Engagement beim Team Aargau während einer Saison den 2.-Ligisten FC Windisch trainiert hatte, reizt der Trainerposten im Muri aus zwei Gründen: «Einerseits weiss ich, wie fussballverrückt die Leute in Muri sind, und andererseits kann ich in Muri junge Spieler fördern und zugleich auch resultatorientiert spielen», so Pascariello.

Obwohl er erst ab Juli offiziell als Trainer des FC Muri arbeiten wird, hatte er bereits mit verschiedenen FCM-Spielern Kontakt. «Es sind immer noch sechs oder sieben Spieler dabei, mit denen ich noch gemeinsam auf dem Spielfeld gestanden bin. Sie haben sich gefreut, dass ich als Trainer zurückkomme», sagt Pascariello, der auch zwei Saison lang unter der Führung des amtierenden Trainers Beat Hubeli gespielt hat.

Und der ist überzeugt von den Qualitäten seines Nachfolgers Carmine Pascariello. «Der FC Muri hat eine gute Wahl getroffen. Als Pascariello in meiner Nachbargemeinde Windisch Trainer war, habe ich einige Spiele von ihm angeschaut. Er ist ein Perfektionist, der sehr akribisch arbeitet, und er hat das Trainergeschäft von der Pike auf gelernt, auch wenn er noch nicht lange dabei ist. Das kann er aber mit seiner Erfahrung als Spieler wettmachen», ist Hubeli überzeugt.

Ein Sieg in Thun soll her

Bevor aber Carmine Pascariello in Muri sein Amt antreten wird, geht es für Beat Hubeli und sein Team darum, den Ligaerhalt zu schaffen. Und das ist kein einfaches Unterfangen, auch wenn der Start in die zweite Saisonhälfte mit zwei Siegen aus drei Spielen überraschend gut geglückt ist.

«Das hat man so nicht erwarten können. Wir haben trotz allen Widrigkeiten unser positives Gesicht zeigen können. Das müssen wir jetzt bestätigen», so Hubeli, der damit rechnet, dass noch drei weitere Siege nötig sind, um den Ligaerhalt definitiv zu schaffen. Der erste davon soll am nächsten Samstag im Auswärtsspiel gegen die U21-Equipe des FC Thun eingefahren werden. «Wir werden auf Kunstrasen spielen. Das ist sicher eine Umstellung für uns. Wir müssen daher kompakt auftreten und mit viel Körpereinsatz spielen, damit wir den technisch starken Thunern keinen Raum lassen», gibt Trainer Beat Hubeli seiner Mannschaft die Marschrichtung vor.