Die Vorfreude ist gross. Nicht nur bei den Spielern des HSC Suhr Aarau, sondern auch bei Cheftrainer Misha Kaufmann: «Endlich geht es wieder los», sagt der 34-Jährige erfreut. Am Sonntag trifft seine Mannschaft zum Auftakt der Finalrunde zu Hause auf Ligakrösus und Leader Kadetten Schaffhausen. Die Partie in der Schachenhalle Aarau wird um 18 Uhr angepfiffen.

48 Tage sind seit dem letzten Auftritt des HSC vergangen. Mitte Dezember hatten die Aargauer dank eines überzeugenden 33:26-Sieges zu Hause gegen St. Otmar St. Gallen die Teilnahme an der Finalrunde in der letzten Partie der Hauptrunde sichergestellt. Damals hatte Kaufmann mit Martin Slaninka (Meniskus) und Co-Captain Tim Aufdenblatten (Augenverletzung) auf zwei seiner Leistungsträger verzichten müssen. Der Kreisläufer und der Rückraumspieler sind mittlerweile wieder zurück auf der Platte und werden am Sonntag gegen die Kadetten ihr Comeback geben.

Drei Stammspieler fraglich

Ruhe ist an der Verletzungsfront dennoch nicht eingekehrt: Mit Nikola Isailovic (Adduktorenzerrung), Dragan Marjanac (Leistenprobleme) und Manuel Zehnder (Pfeiffersches Drüsenfieber ist wieder zurück) ist der Einsatz von gleich drei wichtigen Spielern fraglich.

«Wir werden die Entwicklungen im Auge behalten und am Spieltag entscheiden, wer von ihnen spielen kann. Martin und Tim sind sicher bereit, müssen aber wieder in den Spielrhythmus finden», sagt Kaufmann.

Nur «mässige» Vorbereitung

Den neuen Verletzungssorgen entsprechend verlief denn auch die Vorbereitung des HSC auf die Finalrunde: Aus den drei Testspielen (zwei gegen GC Amicitia und eines gegen Kriens-Luzern) resultierte nur ein Sieg.

«Mit der Vorbereitung bin ich nur mässig zufrieden. Da habe ich mir mehr erhofft. Aber es war eine schwierige Zeit, wir konnten nie komplett trainieren», sagt Kaufmann. Jammern will er deshalb nicht. Stattdessen konzentriert er sich auf die kommenden Aufgaben.

Steigerung gegenüber Vorsaisons

Als Ziel hat der Klub ausgegeben, sich im Vergleich zu den beiden vergangenen Saisons zu steigern. Das heisst im Klartext: Der HSC Suhr Aarau muss sich bis zum Ende der Finalrunde um mindestens einen Rang verbessern und mindestens den fünften Platz belegen.

Denn in den beiden Spielzeiten seit dem Aufstieg in die NLA hatte sich der HSC jeweils für die Finalrunde qualifiziert, diese aber konsequent im letzten Rang abgeschlossen.

«Möglichst weit nach vorne»

Kaufmann hält sich gar nicht lange mit solchen Zielsetzungen auf. «Wir wollen in der Endabrechnung möglichst weit nach vorne», sagt er und fügt an: «Der dritte Platz ist in realistischer Nähe. Wenn es in der Finalrunde so ausgeglichen weitergeht, wie noch in der Hauptrunde, dann ist das durchaus möglich. Wohin die Reise geht, werden wir sehen, wenn die Playoffs beginnen.»

In der Tat liegt das vor Beginn der Finalrunde drittplatzierte Wacker Thun mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den HSC in Reichweite. Da liegt noch einiges drin.