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Trainer FC Windisch: «An den Cupfinal denke ich nicht»

Mit einem 2:0-Sieg nach Verlängerung hat sich der FC Windisch für den Aargauer Cupfinal qualifiziert. Trainer Nobi Schneider bewies dabei ein goldenes Händchen.

Andreas Fretz
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Trainer Nobi Schneider. Wagner

Trainer Nobi Schneider. Wagner

Nobi Schneider, zu Beginn der Rückrunde haben Sie die Qualität Ihres Kaders bemängelt, nun stehen Sie im Aargauer Cupfinal. Wie das?

Nobi Schneider: Es war ein sehr glücklicher Sieg. Der FC Rothrist besass mehr Chancen und hätte dieses Spiel eigentlich gewinnen müssen. Wir haben mit unseren Mitteln, mit viel Kampf und Einsatz, dagegengehalten.

Mit der Einwechslung von Doppeltorschütze Florian Vukovic haben Sie ein goldenes Händchen bewiesen.

In solchen Fällen spielt auch Glück eine Rolle. Aber Vukovic hat gut trainiert. Ich habe ihn aus der 3. Liga vom FC Neuenhof nach Windisch geholt. Es ist schön, wenn ein solcher Spieler einen Halbfinal entscheidet.

Hat er jetzt einen Stammplatz?

Bei mir sind immer die Eindrücke aus den Trainings entscheidend. Ich verfüge über 22 Spieler, von denen jeder seine Chance hat.

Gibt der Finaleinzug auch Auftrieb für die Meisterschaft?

Ich hoffe es. Der Sieg sollte uns Selbstvertrauen geben. Die Spieler wissen jetzt, dass sie auch gegen stärkere Teams gewinnen können. Die Meisterschaft ist für mich ohnehin wichtiger als der Cup. Und da sieht die Realität so aus, dass wir gegen den Abstieg spielen. Viele Teams, wie etwa der FC Meisterschwanden, haben aufgerüstet. Aufgrund der Lage in der 2. Liga inter rechne ich mit drei Absteigern. Das bedeutet, dass sechs bis sieben Teams im höchsten Masse abstiegsgefährdet sind. Dazu zähle ich auch uns.

Heute spielen Sie erneut gegen Rothrist. Seltsam, nicht?

Optimal ist das nicht. Es ist eigenartig, dass beide Cup-Halbfinals am Wochenende in der Meisterschaft eine Wiederholung erfahren. Aber wir machen das Beste daraus.

Am 17. Mai steht der Cupfinal gegen Suhr auf dem Programm. Was erwarten Sie für ein Spiel?

An den Cupfinal denke ich nicht – noch nicht. Das nächste Spiel ist immer das wichtigste. Aber für die Spieler ist dieser Final bestimmt eine Riesensache.

Es treffen zwei Teams aus dem Mittelfeld der 2. Liga aufeinander. Es könnte seit langem wieder einmal einen spannenden Final geben.

Es gibt keinen Favoriten, das stimmt. Ich habe Suhr in der Rückrunde noch nicht gesehen. In der Hinrunde haben wir 0:2 verloren. Aber wie gesagt: Ich befasse mich erst zwei bis drei Tage vor dem Spiel intensiv mit dem Cupfinal.

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