Handball NLA
Totgesagte leben länger: Suhr Aarau bodigt Stäfa

Das Team des HSC Suhr Aarau zeigt im Spiel der allerletzten Chance, dass es den Abstieg aus der NLA nicht einfach so hinnehmen will. Mit dem 32:28-Sieg im Direktduell hält man Anschluss an Gegner Stäfa.

Rainer Sommerhalder
Merken
Drucken
Teilen
Sieg der Handballer von HSC Suhr Aarau gegen Lakers Stäfa
5 Bilder
Misha Kaufmann hielt sich trotz gesundheitlicher Defizite in den Zweikämpfen nicht zurück.
Nicolas Suter findet die Lücke in der löchrigen Lakers-Abwehr.
Mathias Kasapidis mit einer starken Erfolgsquote vom Kreis.
Ljubomir Josic trifft dreimal mittels Siebenmeter.

Sieg der Handballer von HSC Suhr Aarau gegen Lakers Stäfa

Alexander Wagner

Drei Runden bleiben zu spielen. Suhr Aarau empfängt am nächsten Mittwoch zuerst Gossau und muss danach zum bereits geretteten BSV Bern und vielleicht als krönende Finalissima nochmals zu den Lakers Stäfa reisen. Zwei Punkte liegt der HSC hinter den Zürchern zurück – bei einem minim besseren Torverhältnis.

Am Mittwochabend gab es keine Diskussionen über den Ausgang der Partie. Früh lagen die Aargauer mit 10:3 vorne. In der 25. Minute erreichten sie den Maximalvorsprung von neun Treffern (14:5) und liefen in Folge nie mehr Gefahr, das Heft nochmals aus der Hand zu geben.

Kaufmann und die gekonnten Zuspiele

«Wir haben unglaublich gut verteidigt. Dies war der Grundstein, dass wir selber viele Tore mit unserem Tempospiel erzwingen konnten», sagte Misha Kaufmann. Der Teamleader zeigte seine beste Leistung, seit er von einer Knieoperation zurück ist. Dabei darf Kaufmann noch immer keine Sprungwürfe machen und nur sehr dosiert in 1:1-Situationen steigen.

«Eigentlich sollte ich gar nicht spielen, aber ich nehme das Risiko für das Team auf mich», sagte der Solothurner, dessen überraschende Zuspiele an Kreis und Flügel gegen Stäfa eine wirkungsvolle Waffe waren.

So konstant Suhr Aarau im Gegensatz zum Gastspiel vier Tage zuvor in Gossau spielte, so verschlafen wirkte der Auftritt der Zürcher. Die Lakers spielten, als hätten sie längst nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Und sie leisteten sich eine horrende Zahl von technischen Fehlern.

Pramuk hält 50 Minuten durch

Bestnoten beim HSC verdiente sich vorab das Kollektiv. Speziell erwähnen darf man die Steigerung der Teamleader Kaufmann, Josic und Kasapidis sowie den Traumstart von Flügelspieler Joël Bräm, der nach 14 Spielminuten bereits bei fünf persönlichen Treffern stand. Und die elf Paraden von Torhüter Martin Pramuk, der im vierten Spiel nach seinem Comeback bis zur 50. Minute «durchhielt».

NLA-Abstiegsrunde, Resultate der 9. Runde: Fortitudo Gossau - BSV Bern Muri 29:28 (15:13). Suhr Aarau - Lakers Stäfa 32:28 (14:9). – Rangliste: 1. BSV Bern Muri 27/30 (726:721). 2. Fortitudo Gossau 27/19 (688:750). 3. Lakers Stäfa 27/16 (677:761). 4. Suhr Aarau 27/14 (668:748).

Suhr-Aarau - Lakers Stäfa 32:28 (14:9)

Schachenhalle. – 432 Zuschauer. - SR Anthamatten/Wapp. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Suhr-Aarau, 6mal 2 Minuten gegen Lakers Stäfa. – Torfolge: 0:1, 4:1, 7:3, 11:3, 11:5, 14:5, 14:9 (Pause); 16:9, 17:12, 20:15, 26:18, 28:20, 30:23, 31:24.
Suhr-Aarau: Pramuk (ab 50. Wick); Bräm (6), Kasapidis (6), Suter (1), Zuber, Romann (3), Aufdenblatten, Lukas Strebel (2), Josic (7/3), Hochstrasser, Studer (4), Kaufmann (2/1), Patrick Strebel (1).
Lakers Stäfa: Wipf/; Barth (2), Affentranger, Mächler, Bajramovic (1), Milicic (5/1), Brunner (5), Ehlers (3), Bleuer (2), Jud, Kurbalija (4), Maros (6).
Bemerkungen: Suhr-Aarau ohne Konecnik, Buholzer (verletzt), Stojkovic (überzählig) – Verhältnis verschossener Penaltys 2:0.