Dass die Aufgabe keinesfalls einfach würde, wussten die Black Panthers Zofingen. Eine Woche, nachdem sie mit einem Sieg doch noch den Sprung in die Playoffs geschafft hatten, wartete im ersten Duell der Viertelfinal-Serie ausgerechnet der Qualifikationssieger Biel auf die Thutstädter. Die Seeländer sind in der laufenden Meisterschaft noch ungeschlagen. Daran sollte sich nach dem Gusto des aufstiegsambitionierten Vereins auch in den Playoffs nichts ändern. Zofingen war aber bestrebt, möglichst lange Paroli zu bieten und konnte nun, da der Ligaerhalt bereits geschafft war, befreit und locker aufspielen.

Und der Start war vielversprechend. Nach einer Minute durften die Gäste bereits das erste Mal in Überzahl agieren. Jedoch gerieten die Zofinger sehr schnell unter Druck gegen ein Bieler Kollektiv, das keinen Zweifel offen liess, warum es in der Qualifikation kaum Punkte abgeben musste. Die Gastgeber erzielten in der zweiten Minute in Unterzahl das 1:0. Doch Zofingen reagierte. Eine Minute nach dem Gegentreffer nutzte Oliver Brunner ein Zuspiel von Mathias Häfliger zum Ausgleich. Auch in der Folge zeigten die Panthers einen beherzten Auftritt, kamen zu einzelnen guten Abschlüssen, blieben jedoch ohne Torerfolg. Ganz anders sah es aufseiten der Gäste aus, die ihre Möglichkeiten gnadenlos ausnutzen. So stand es nach dem ersten Drittel 4:1 für die Bieler.

Der Favorit erhöht das Tempo

Topmotiviert kehrten die Zofinger aus der Kabine zurück. Es waren erst 49 Sekunden gespielt, als Häfliger das 2:4 schoss. Nun gewann die Partie an Klasse und Härte, beide Mannschaften lancierten sehenswerte Spielzüge und Strafen mehrten sich. Biel erhöhte kontinuierlich das Tempo, Zofingen hatte immer weniger zu melden. Nach 40 Minuten führten die Einheimischen mit 8:2. Zu Beginn des dritten Abschnitts verletzte sich Zofingens Torhüter Marc Wullschleger am Knie.

Da kein Ersatzgoalie vor Ort war, musste er auf die Zähne beissen und weiterspielen. Die Bieler spielten nun mit den Thutstädtern Katz und Maus, schossen Tor um Tor bis zum 13:2. Da war das 3:13 in der 57. Minute von Roman Pfranger Balsam auf die Seele der Panthers. Am Ende mussten die Zofinger mit einer 3:14-Klatsche nach Hause fahren.

Am kommenden Samstag hat der IHC Zofingen nun die Möglichkeit, vor Heimpublikum mit einer klaren Leistungssteigerung das Saisonende zu verhindern. Gelingt ein Sieg, kann Zofingen die Best-of-3-Serie ausgleichen und eine entscheidende dritte Partie erzwingen.