Reitsport
Titelverteidiger Opéra House ist in Aarau gefordert

Am Sonntag wird in Aarau die 65. Meisterschaft der Traber ausgetragen. Titelverteidiger Opéra House muss sich dabei gegen elf Konkurrenten durchsetzen – mit Rêve de Coeur ist der wohl grösste Widersacher ebenfalls am Start.

Willi Bär
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Opéra House (v.) und Mit-Favorit Rêve de Coeur.

Opéra House (v.) und Mit-Favorit Rêve de Coeur.

Otto Lüscher

In der mit 40 000 Franken dotierten Meisterschaft der Traber gibt es nicht nur einiges zu verdienen, sondern es geht auch um viel Prestige. Wer nach 2500 Metern als Erster ins Ziel kommt, darf sich ein Jahr lang «Meister der Traber» nennen. So trifft sich am Sonntag im Schachen alles, was derzeit im Schweizer Sulkysport Rang und Namen hat.

Als Favorit ins Rennen gehen, dürfte Titelverteidiger Opéra House. Der elfjährige Wallach, der jeweils von seiner Besitzertrainerin Patricia Felber geritten wird, bestätigte diesen Frühling seine Vorliebe für die Schachen-Bahn mit zwei weiteren Siegen. Insgesamt hat der Grasspezialist 2013 fünf Rennen gewonnen.

Gar noch erfolgreicher war Rêve de Coeur. Der achtjährige Braune, der auf diese Saison hin von seinem Besitzer José Davet in die Schweiz geholt worden ist, hat 2013 bislang sechs Siege – vier auf Gras, zwei auf Sand – erzielt. Zumeist sind sich Opéra House und Rêve de Coeur aus dem Weg gegangen. Nach den zwei Rennen, in denen es zum Duell der beiden Sulky-Stars kam, ist die Bilanz ausgeglichen: In Aarau siegte Opéra House vor Rêve de Coeur, ehe Rêve de Coeur kurz danach in Avenches den Spiess umdrehte.

Zu den zehn Pferden, die auf einen Ausrutscher des Favoritenduos lauern, gehören auch zwei Pferde in Aargauer Besitz. Der Stall Black point des Birmenstorfers Alois Meier schickt Qrack de la Frette in die Meisterschaft. Der Fuchswallach, vor zwei Jahren in Frankreich Seriensieger, ist dieses Jahr wieder besser im Strumpf als 2012. Bei seinen sieben Saisonstarts landete er als Vierter nur einmal neben dem Podest. Dazu bewies er als Sieger in Saignelégier, dass er auch mit noch engeren Kurven, als sie im Schachen zu absolvieren sind, zurechtkommt. Alois Meier zeigt sich denn auch zuversichtlich: «Da er diese Saison sehr konstant in die vorderen Ränge läuft, hoffe ich auf ein Platzgeld. Mit einer Startposition in der zweiten Reihe hängt halt immer viel vom Rennverlauf ab.»

Die in einer Schöftler Traberfamilie aufgewachsene Barbara Schneider hat die Meisterschaft der Traber mit Napoléon de Bussy zweimal gewonnen. Eigentlich sollte der gewinnreichste Inländer aller Zeiten auch dieses Jahr wieder mit von der Partie sein. Doch Anfang August zog er sich in Avenches beim Aussteigen aus dem Transporter eine Verletzung zu, die nicht gravierend war, aber ein seriöses Training verunmöglichte. Trotzdem ist Barbara Schneider am Start und zwar mit Napoléons fünfjähriger Halbschwester Ulycia de Bussy, dem mit Abstand jüngsten Pferde im Feld.

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