Badminton
Team Baden feiert den grössten Erfolg trotz klarer Niederlage

Das Team Baden hat den Aufstieg in die höchste Spielklasse gegen Genf verpasst. Trotzdem können die Badener auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken.

Fabio Baranzini
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Team Badens (hier Tobias Balcon im Bild) hat in dieser Saison grosses geleistet.

Team Badens (hier Tobias Balcon im Bild) hat in dieser Saison grosses geleistet.

ZVG

Es bleibt dabei: In der nächsten Saison wird kein Aargauer Team in der Badminton-NLA vertreten sein. Nach dem Abstieg von Team Argovia hatte am vergangenen Wochenende das Team Baden die Chance, den Platz der bis dato besten Equipe des Kantons zu erben. Doch das hat nicht geklappt. Dafür war Genf – der Sieger der NLB-Gruppe West – eine Nummer zu gross. «Genf war die bessere Mannschaft. Das müssen wir neidlos anerkennen», zeigt sich Team Badens Sportchef Guido Hueber als fairer Verlierer.

Dabei hatte das Hinspiel am Samstag gar nicht so schlecht begonnen. Die Badener konnten nämlich dank Siegen im Männer- und Frauendoppel mit 2:0 vorlegen. Doch dann begann die Misere. Über Hin- und Rückspiel betrachtet, setzte es für die Badener gleich 13 (!) Niederlagen in Folge ab. Erst Silvan Furrer vermochte das allerletzte Einzel noch für sich zu entscheiden. Doch das Verdikt war klar: Baden verlor mit 2:6 und 1:7 beide Duelle gegen die Westschweizer deutlich. «Genf ist mit allem aufgelaufen, was sie haben. Mit vier Ausländern im Kader waren sie klar stärker, auch wenn das Resultat etwas zu brutal ausgefallen ist. Ganz so weit entfernt waren wir nicht. Aber so läuft es nun mal im Sport, es ist kein Wunschkonzert», so Hueber.

Aufstieg ist kein Thema

Mit der Leistung seiner Mannschaft ist der Sportchef aber dennoch zufrieden. Und zwar über die ganze Saison hinweg. Denn dass das Team Baden die Qualifikation in der Gruppe Ost mit vier Punkten Vorsprung auf Rang eins beenden würde, war nicht zu erwarten gewesen. «Unser Ziel waren eigentlich die Top 3. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass wir Rang 1 belegen und in 18 Partien nur eine einzige Niederlage kassieren. Das ist ein ausserordentlicher Erfolg», freut sich Hueber. Es ist gar der grösste Erfolg in der fünfjährigen Vereinsgeschichte von Team Baden.

Trotzdem schiessen nun die Ziele und Erwartungen des Vereins nicht in den Himmel. Obwohl die Promotion nur knapp verpasst wurde, hegen die Badener auch in der kommenden Saison keine Aufstiegsambitionen. «Nur weil wir dieses Jahr die Playoffs erreicht haben, können wir nicht automatisch davon ausgehen, dass wir dies im nächsten Jahr schaffen. Eine solche Zielsetzung wäre nicht realistisch und würde unsere Spieler zu sehr unter Druck setzen», erklärt Hueber. Zudem gibt der Sportchef zu bedenken, dass in der kommenden Saison mit dem Team Argovia eine äusserst starke Equipe in der NLB mitmischt. «Mit dem Team Argovia werden wir nur sehr schwer mithalten können. Wir streben aber wiederum eine Klassierung in den Top 3 an.»

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