Badminton
Team Argovia und Uzwil trennen sich 4:4 unentschieden

Unterm Strich kann das Team Argovia zufrieden auf das Wochenende zurückschauen: Beim Spitzenspiel der NLA, in der Tabellenerster und -dritter aufeinandertrafen, schenkte man sich nichts. Gleich fünf Spiele wurden erst im Entscheidungssatz entschieden und forderten so auch die "Kondition" der Zuschauer, die jedoch mit sehr spannenden Topspielen belohnt wurden. Vom Unentschieden profitiert St. Gallen-Appenzell, das neu mit einem Punkt vor den Team Argovia die Tabelle in der NLA anführt.

Olaf Stern
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Team Argovia brachte den Tabellenführer fast zum Fall.

Team Argovia brachte den Tabellenführer fast zum Fall.

zvg

Uzwil konnte in Bestbesetzung antreten, auch mit dem zuletzt nicht anwesenden amtierenden Schweizermeister Christian Bösiger. Schon die ersten beiden Spiele, das 1. Herreneinzel und das Damendoppel, dauerten über eine Stunde. Im Spitzenspiel zwischen den zwei Olympioniken erkämpfte Pedro Martins dem Team Argovia den ersten Sieg und brachte dem bislang nach gewonnenem Startsatz noch an Uzwil. Im anschliessenden 2. Herreneinzel, das erstmals von Tobias Künzi auf Grund seiner erspielten Punkte bestritten wurde, gab es mit seinem Sieg gegen Iztok Utrosa, der Nummer 2 aus Uzwil, die positive Überraschung. Nebenbei setzte Tobias Künzi seine Erfolgsserie in der NLA fort: auch in der 6. Begegnung bleibt der Nachwuchsspieler (-star) ungeschlagen. Er gewann sein Spiel mit 21-18 13-21 21-14 in drei Sätzen. In jeweils drei Sätzen wurden auch beide Herrendop-pel vom Team Argovia gewon-nen; im 1. Herrendoppel waren Nikita Khakimov mit Hafiz Shaharudin erfolgreich, im 2. Herrendoppel Pedro Martins mit Joel König. Den Siegpunkt für das Spiel hätte das Dameneinzel bringen können, jedoch verlor die gesundheitlich deutlich angeschlagene Ronja Stern äusserst knapp zweimal in der Verlängerung mit 21:23 und 20:22 gegen die Nationalkaderspielerin Cendrine Hantz. Da auch das Mixed und das abschliessende 3. Herreneinzel an Uzwil gingen, trennte man sich am Ende stärkegerecht 4:4.

Das Team ist mit dem 4:4 schlussendlich zufrieden, auch wenn man nach der 4:1-Führung auf einen Sieg gehofft hatte. Mit gesundheitlich fitterer Ronja Stern läge im Damendoppel und -einzel mehr drin, dafür war der Erfolg von Tobias Künzi sicherlich so nicht "eingeplant".

Die Überraschung ist gelungen

Am Samstag empfing die zweite Mannschaft vom Team Argovia in der Leematten in Fislisbach den Tabellenführer aus Zürich, der gleich mit drei ehemaligen NLA-Spieler auftrat und zeigte, was man diese Saison vorhat. Im 1. Herrendoppel zeigte der Ex-NLA-Spieler Titon Gustaman aus Zürich, dass er immer noch den härtesten Smash in der Schweiz schlägt und brachte sein Team in Führung. Parallel ging auch das Damendoppel knapp im dritten Satz verloren. Für Pascal Knecht (derzeit verletzt) sprang am Samstag im 1. Herreneinzel Tobias Künzi ein (er ist noch nicht in der NLA festgespielt) und untermauerte mit einem 3-Satz-Sieg gegen den langjährigen NLA-Spieler Conrad Hückstädt aus Zürich seine aktuelle Stärke. Zuvor konnte Flurin Furrer deutlich das 2. Herreneinzel gewinnen und legte dann im 2. Herrendoppel mit Roger Bugmann noch nach - so stand es 3:2 für das Team Argovia. Den grössten Einsatz zeigte Mirjam Abegglen im Dameneinzel, musste sich aber nach drei äusserst umkämpften Sätzen geschlagen geben. Da Roger Bugmann im 3. Herreneinzel trotz gewonnenem Startsatz es seinen Team-Kollegen nicht nachmachen konnte, stand es vor dem abschliessendem Mixed 3:4. Diese konnten Chantal von Rotz und Silvan Furrer mit einem sehr guten Spiel gegen die beiden Routiniers aus Zürich gewinnen und so zum Endstand von 4:4 noch überraschend ausgleichen.

Am Sonntag ging es für die NLB zum Tabellenzweiten nach Basel, gegen das 2. Team von Uni Basel. Wieder 2-mal erfolgreich war Flurin Furrer, der sowohl das 1. Herreneinzel als auch das 2. Herrendoppel mit Christian Schlittler gewann. Anders als am Vortag gewann das Damendoppel mit Chantal von Rotz und Mirjam Abegglen und damit das dritte Spiel für das Team Argovia. Da die anderen Partien verloren gingen, hiess es am Ende 3:5.