Gegen den in der bisherigen Saison enttäuschend spielenden BC Uzwil, der für die Rückrunde zwei neue Gesichter verpflichtet hat, musste das bisher ungeschlagene Team Argovia auswärts die erste Saisonniederlage einstecken.

Dabei standen gleich vier Olympioniken im Einsatz, davon einer im Team Argovia (Pedro Martins). Im zweiten Spiel der Doppelspielrunde gegen den SC Uni Basel gewann das Team Argovia tags darauf mit 5:3.

Samstag, 5. Januar

Die Begegnung begann recht erfolgsversprechend gegen die beiden Neuverpflichtungen aus Uzwil, die Dänin Amalie Hertz und den Polen Adam Cwalina. Sowohl im 1. Herrendoppel als auch im Dameneinzel konnten die Spieler vom Team Argovia jeweils den ersten Satz gewinnen.

Während Maryna Ilynska mit vorbildlichem Kampfgeist ihr Einzel durchziehen konnte, mussten Tobias Künzi / Nikita Khakimov ihren immer besser ins Spiel findenden Gegnern (gleich zwei Olympioniken) die Sätze 2 und 3 überlassen.

Einen wahren "Abnutzungskampf" lieferte Joel König im 3. Herreneinzel ab, der Nicolas A. Müller schlussendlich im 3. Satz mit 19:21, 21:9 und 21:18 bezwang und dabei die Nerven der mitgereisten Fans arg strapazierte ...  

Den dritten Sieg holte Tobias Künzi im 2. Herreneinzel. Ein 4:4-Unentschieden lag in Reichweite, als auch das 2. Herrendoppel mit Joel König / Pedro Martins (wie bereits das 1. Herrendoppel) zunächst klar führte und sich dann noch geschlagen geben musste.

Sonntag, 6. Januar

Am Sonntag musste das Team Argovia nach Basel reisen. Gegen den SC Uni Basel, der in der Hinrunde häufig mit Verletzungen und Ausfällen kämpfen musste, gelang mit einem 5:3-Auswärtserfolg wieder eine kleine Genugtuung. Für das Team Argovia waren erneut Maryna Ilynska (Dameneinzel) und Joel König (3. Herreneinzel) erfolgreich.

Zudem gewannen Lea Müller / Chantal v. Rotz (Damendoppel), Tobias Künzi / Nikita Khakimov (1. Herrendoppel) und Lea Müller / Nikita Khakimov (Mixed). Sehr erfreulich war der Sieg im Damendoppel, in dem Chantal v. Rotz erstmalig in dieser Saison bei ihrem Einsatz in der Nationalliga A gewinnen konnte. Einen Wehrmutstropfen gab es hingegen für Tobias Künzi, der zum ersten Mal in der Saison das 2. Herreneinzel nicht gewinnen konnte und seine "weisse Weste" verlor.

Er verlor gegen den amtierenden Schweizermeister Christian Kirchmayr, den er in der Hinrunde noch sensationell geschlagen hatte. Da er auch noch im 2. Satz den Fuss vertrat, bleibt zu hoffen, dass dieses nicht zu einer ernsthaften Verletzung geführt hat.

Nationalliga B

Im 2. Team lief es am Wochenende nicht wie geplant. Beide Begegnungen wurden knapp mit 3:5 verloren. Zwar konnten die Damen am Samstag gegen das zweite Team vom BC Uzwil im Dameneinzel und -doppel punkten und auch das Mixed wurde gewonnen, jedoch vergaben die Herren gleich mehrere gute Chancen:

In beiden Herrendoppeln lag mehr drin und auch Flurin Furrer unterlag knapp im 3. Satz des 1. Herreneinzels (nach mehreren Matchbällen im 2. Satz). Bemerkbar machte sich im Team sicherlich auch, dass Jialiang Zhang sich beim Training am Freitagabend noch am Fuss verletzt hatte.

Im Heimspiel am Sonntag sollte es dann gegen den Tabellenletzten aus Winterthur (dem BSC Vitudurum) besser werden, aber erneut konnten die Herren nicht alle Chancen nutzen. So hätten das 3. Herreneinzel und das Mixed eigentlich vom Team Argovia gewonnen werden müssen.

Bei den Damen fehlten Céline Dagelet (verletzt) und Chantal v. Rotz (spielte in der Nationalliga A), so dass Tamara Schmidli und Natascha Korstick zum Einsatz kamen. Natascha Korstick hinterliess bei ihrem NLB-Debut einen überraschend guten Eindruck: Auch wenn sie das Dameneinzel gegen die erfahrene Gegnerin aus Winterthur nicht gewinnen konnte, führte sie lange im 1. Satz und schrammte nur knapp an einer Überraschung vorbei.