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Talentschuppen und Ianu in der Hinterhand

Trifft Goran Antic für den FC Aarau? (Bild: Er spielte bereits beim FC Aarau - hier jubelnd im April 2007)

Trifft Goran Antic für den FC Aarau? (Bild: Er spielte bereits beim FC Aarau - hier jubelnd im April 2007)

Am 16. Juli spielt der FC Aarau gegen den FC Wohlen - das Aargauer Derby. Eine solide Verteidigung, ein starkes Mittelfeld, aber nur ein Stürmer – wer schiesst für den FC Aarau die Tore?

Der 18-fache Aarauer Torschütze der vergangenen Saison Shkelzen Gashi spielt neu bei den Grasshoppers. Der 11-fache Torschütze Remo Staubli leidet an einer Leistenentzündung und fällt für längere Zeit aus. Die beiden Goalgetter des FC Aarau sind also weg vom Fenster. Von einem offensiven Aderlass zu sprechen mag dennoch übertrieben sein, aber einige Fragen drängen sich auf: Wer trifft für den FC Aarau in der neuen Meisterschaft ins Schwarze?

Vielleicht ist es Goran Antic, der zuletzt bei Winterthur um einen Stammplatz kämpfen musste. Ein Kandidat für Tore am Laufmeter ist der schussgewaltige Instinktfussballer Alain Schultz. Oder steigt der 19-jährige Roman Buess, die talentierte Leihgabe vom FC Basel, wie Phoenix aus der Asche? Was ist mit Davide Callà und Florian Berisha?

Nachfolger von Gashi gesucht

Eines steht fest: Ein Topstürmer fehlt. Mindestens. Kandidaten für die Nachfolge von Gashi gibt es einige. Momentan prüft man beim FC Aarau die Verpflichtung von Cristian Ianu. Über die Rückkehr des Rumänen ins Brügglifeld wird frühestens nach dem Derby gegen Wohlen entschieden. Obwohl sich die Suche nach einem Nachfolger von Gashi in die Länge zieht, ist Trainer René Weiler mit der Zusammensetzung des Kaders zufrieden. Er sagt: «Der FC Aarau ist trotz des Umbruchs mit den vielen Abgängen bereit. Die Mannschaft hat im Offensivbereich an Substanz verloren, ist aber für einen Platz im vorderen Mittelfeld noch immer stark genug.»

Sollte der FCA das auf den ersten Blick ideale Startprogramm mit den drei Partien gegen Wohlen, Locarno und Chiasso erfolgreich überstehen, kann der Flirt mit der Super League losgehen. Eines steht fest: Weiler wird zumindest in der Startphase der Meisterschaft am 4-2-3-1-System festhalten.

Das Prunkstück der Mannschaft ist das Mittelfeld. Ballverteiler Sandro Burki und Vollstrecker Alain Schultz bilden die zentrale Schaltstation. Gespannt darf man auf die Leistung von Roman Buess sein. Bis jetzt hatte der FCA mit den Leihgaben des FC Basel kein Glück. Marco Aratore und Pascal Schürpf wurden im Brügglifeld nicht glücklich. Die Trainingsleistungen von Buess versprechen einiges. Der junge Mann fordert die Bälle, ist aggressiv und hat Zug aufs Tor. Gut möglich, dass der U17-Weltmeister bei den Aarauern zur grossen Nummer wird.

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