Fussball
Sven Lüschers Wechsel zum FC Aarau sorgt in Winterthur für rote Köpfe

Mit Sven Lüscher verpflichtet der FC Aarau einen Wunschspieler. In Winterthur ist man über den Abgang des 28-Jährigen wenig erfreut. Die Zürcher lassen ihr Aushängeschild nicht gerne ziehen.

Ruedi Kuhn
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Sven Lüscher (hier im Dress der Young Boys) soll die Aarauer Defensive verstärken.

Sven Lüscher (hier im Dress der Young Boys) soll die Aarauer Defensive verstärken.

Was hat der FC Aarau in den vergangenen Jahren nicht alles getan, um sich die Dienste von Sven Lüscher zu sichern. Immer und immer wieder nahmen die Klubverantwortlichen Kontakt mit dem gebürtigen Oftringer auf. Zu einer Vertragsunterschrift kam es allerdings nicht. Nun ist es im Fussball oft so wie im normalen Leben: Geduld bringt Rosen. Lüscher also wechselt auf die neue Saison zu den Aarauern und unterschrieb einen Vertrag bis 2015. Mit der Verpflichtung des 28-Jährigen reagiert der FCA frühzeitig auf den bevorstehenden Abgang von Rechtsverteidiger Silvan Widmer. Lüscher kann sowohl auf der rechten Abwehrseite als auch im rechten Mittelfeld eingesetzt werden. Er gilt als zweikampf- und laufstark. Augenfällig ist seine Aggressivität. Zudem hat er ein Auge für den Mitspieler und ist torgefährlich.

Karriere in Zofingen lanciert

Lüscher lancierte seine Karriere beim SC Zofingen und erzielte in 65 Spielen 24 Tore. Nach einem Transfer zum SC Kriens und einem Kurzaufenthalt bei den Young Boys wechselte er zum FC Winterthur. Bei den Zürchern wurde er im Lauf der vergangenen fünf Jahre zu einer Teamstütze und erzielte in 114 Spielen 25 Tore. Allein in der Vorrunde dieser Saison gelangen ihm sieben Treffer. Neunmal gab er den entscheidenden Pass.

Mit Lüscher kehrt quasi ein verlorener Sohn ins Brügglifeld zurück. Am 6. April 2002 gab er mit Aarau sein Debüt in der höchsten Spielklasse. Beim 1:0-Sieg in Lausanne wurde er Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt. Lüschers Abgang sorgt in den Reihen des FC Winterthur für viel Gesprächsstoff. Die Zürcher lassen ihr Aushängeschild nicht gerne ziehen. «Nach der Bekanntgabe des Transfers ist die Stimmung bei Winterthur ziemlich angeheizt», sagt Lüscher. «Es ist ein heikler Moment. Deshalb möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt keine grossen Interviews geben.»

Koubsky für Sheholli

Ab sofort zu den Aarauern wechselt der Tscheche Jiri Koubsky. Der 30-jährige Innenverteidiger ersetzt Labinot Sheholli und unterschrieb einen Vertrag bis 2014. Koubsky spielte von 2005 bis 2010 für den FC St. Gallen und absolvierte 131 Ligaspiele. Zuletzt war Koubsky bei Slavia Prag und Spartak Trnava. Koubsky ist 1.95 Meter gross und 87 Kilogramm schwer. Seine Stärken liegen im Kopfballspiel und im Zweikampf. Bleibt ein Blick auf das Programm dieser Woche: Am Mittwoch, 15 Uhr, empfängt der FCA im Schachen den Regionalligisten Pfullendorf. Am Samstag reist die Mannschaft ins Trainingslager nach Zypern. Die Rückkehr in die Schweiz ist auf den 28. Januar anberaumt.