Turf
Supertraber Napoléon de Bussy erobert Aarau

4500 Zuschauer zum Turfauftakt im Aarauer Schachen. Supertraber Napoléon de Bussy und seine Driverin Barbara Schneider aus Schöftland liessen im Trabgipfel nichts anbrennen und feierten einen viel bejubelten Sieg.

Ernst Weiersmüller
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Napoléon erobert Aarau
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 Nachdem Start setzt sich die Nummer vier an die Spitze.
 Drei Fahrer unterwegs beim Trabrennen.
 Kurz nach dem Start ist das Feld noch eng beieinander.

Napoléon erobert Aarau

Alexander Wagner

Supertraber Napoléon de Bussy und seine Driverin Barbara Schneider aus Schöftland liessen im Trabgipfel nichts anbrennen und feierten einen viel bejubelten Sieg. Dennoch gab’s für die Amazone und die vielen Favoriten banges und langes Warten wegen des schlechten Wetters – denn die Rennleitung veranlasste eine Überprüfung der Gangart des Siegers.

Ende gut alles gut. Und genauso abwechslungsreich wie die Rennen gestalteten sich auch die Witterungsbedingungen, wobei doch grosso modo die Sonne gegenüber Wind und Regentropfen die Nase auf dem Schachen vorn hatte.

Aus der Neunerkarte zum Auftakt des Aargauer Turfs stach klar der Sulkygipfel mit den lokalen Supertrabern Napoléon de Bussy und Juniro du Rib als Hauptdarstellern heraus. Das Rennen der Zugpferde führte über 2525 Meter, wobei die bereits erwähnten Koryphäen mit Zulagen von 25 Metern in den mit 12000 Franken dotierten Preis der Aarauer Gewerbetreibenden geschickt wurden. Nach dem Start übernahm der aus der ersten Reihe flink auf die Beine gekommene Quatour du Martza vor Owens d’Em die Spitze.

Bereits an fünfter Position fädelte Junior du Rib, in dessen Rücken Napoléon positioniert war, ins 12-Feld ein. Und bei der zweiten Tribünenpassage verbesserten die zwei Favoriten ihre Ausgangslage, wobei Mitte der letzten Gegenseite Napoléon de Bussy Leader Quatour du Martza attackierte und vor dem Schlussbogen in Front zog. Und von da weg legte der zweifache Meister Napoléon, der erst sein drittes Rennen nach einer längeren Verletzungspause bestritt, immer einen Respektvorsprung auf die prächtig grüne Schachenrennbahn.

Aufregung wegen Galoppsprüngen

Obwohl die aus der Schneiderschen Trabfamilie aus Schöftland stammende Barbara Schneider ihrem Superkracher einen aufwändigen Rennverlauf servierte, gab’s bis zum Ertönen der Sirene, die eine Untersuchung der Rennleitung ankündigte, keine Spannung über den Ausgang. Und nach langen Minuten des Wartens kam für Besitzerin und Fahrerin Barbara Schneider sowie Trainer Jean-Bernhard Matthey die Erlösung. «Napoléon habe nur fünf Galoppsprünge gemacht, dies sei noch erlaubt, bei sechs wäre er disqualifiziert worden», erklärten die Stewards.

Auf dem Ehrenplatz überraschte Owens d’Em, dessen Driver Marcel Humbert immer eng an den Rails fahrend keinen Meter verschenkte. Norisdor, Junior du Rib, der am Schluss nicht wie gewohnt zusetzen konnte, Quatour du Martza und Level One Jiel holten die restlichen Preisgelder.

Bei der Entourage des überlegenen Siegers herrschte riesige Freude. «Napoléon ist schon beinahe wieder der Alte und zeigte heute eine ganz feine Leistung. Auch mit Junior du Rib, der nun eine dreiwöchige Rennpause erhält, bin ich sehr zufrieden», meinte der aktuell bei den Trabtrainern und professionellen Drivern haushoch führende Jean-Bernhard Matthey, der wirklich auf der Erfolgswelle «reitet». Und last but not least übernahm nun Barbara Schneider bei den Amateurfahrern mit vier Saisonsiegen die alleinige Führung im Championat.