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Sulzer Rad-Zwillinge erregen Aufsehen – auf und neben dem Velo

Die Zwillingsschwestern Sandra und Martina Weiss aus Sulz wollen morgen an den Schweizer Strassenmeisterschaften ihre gute Form bestätigen. Seit zwei Jahren starten sie in der Elite und nähern sich dort Schritt für Schritt der nationalen Spitze.

Daniel Weissenbrunner
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Die Gemeinsamkeiten sind frappant. Sandra und Martina Weiss kommen aus Sulz, beide wohnen auf dem elterlichen Bauernhof, beide sind 21-jährig und – Zwillingsschwestern. Sandra und Martina Weiss lenken aber nicht nur optisch die Aufmerksamkeit auf sich. Sie zählen zu den Zukunftshoffnungen im Schweizer Frauenradsport. Nach den Rücktritten von Nicole Brändli, Karin Thürig oder Luzia Zberg hat sich ein Vakuum gebildet. Die Weiss-Schwestern gehören zu jener neuen Generation, welche die entstandene Lücke schliessen möchte.

Auf diesem Weg sind die Fricktalerinnen forsch unterwegs. Beide fahren im Bigla Cycling Team und können von einer top Infrastruktur profitieren. Seit zwei Jahren starten sie in der Elite und nähern sich dort Schritt für Schritt der nationalen Spitze. Vor allem Sandra Weiss befindet sich in einer ausgezeichneten Verfassung. Sie fuhr in der laufenden Saison schon zweimal aufs Podest und hat sich für das morgige Rennen ein klares Ziel gesetzt: «Ich will eine Medaille.» Dass sie die Voraussetzungen dazu mitbringt, deutete sie an den letztjährigen Meisterschaften an, als sie im Spurt um Rang 3 nur knapp unterlag und Sechste wurde. Martina Weiss nähert sich ihrerseits nach gesundheitlichen Problemen wieder der Bestform. In Cham hofft sie auf eine Top-Ten-Platzierung.

Aus einer Radsportfamilie

Dass die Zwillingsschwestern im Radsport gelandet sind, entspringt alles andere als einem Zufall. Familie Weiss ist eine Velofamilie durch und durch. Für Vater Peter zählt der Radsport schon seit seiner Jugend zu einer sehr gerne ausgeübten Freizeitbeschäftigung. Als seine Schwester Hanni Weiss in den 1990er-Jahren zur Schweizer Elite gehörte, betreute er schon sie an Wettkämpfen. Zum «Unternehmen» gehören ausserdem Mutter Agathe und Schwester Susanne, auf deren Unterstützung Sandra und Martina zählen dürfen. Geht es nach den beiden, soll dieser Support noch lange bestehen bleiben. Der Karriereplan von Sandra und Martina Weiss ist deckungsgleich. Beide wollen dereinst an Olympischen Spielen teilnehmen. «Entweder in vier- oder dann acht Jahren», sagen sie übereinstimmend.

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