Der Start ins Duell der Kellerkinder gelang dem Heimclub HSC Suhr Aarau alles andere als nach Wunsch. Vor den Augen von Ex-Trainer Andreas Steiner lagen die Aargauer schnell mit 2:7 in Rückstand. Während bei Suhr Aarau im Abschluss niemand Verantwortung übernehmen wollte, galt für den RTV Basel: Jeder Schuss ein Treffer.

Erst nach der Einwechslung von Torhüter André Willimann und dem 3:7 durch Mark Schelbert kam das Heimteam in Schwung, derweil sich der RTV Basel nun einige Unkonzentriertheiten leistete. Die Basler, die mit nur zwei Ersatzspielern angereist waren, bauten kontinuierlich ab und mussten nach 26 Minuten (13:12) erstmals die Führung abgeben. Als die Seiten gewechselt wurden, lag Suhr Aarau mit 18:15 in Führung.

Absturz nach Zwischenhoch

Entscheidend waren indes die Geschehnisse Mitte der zweiten Halbzeit. Der HSC Suhr Aarau stürzte nach dem Zwischenhoch endgültig ab, während sich die Basler nach ihrem Zwischentief aufbäumten. In dieser Phase überrollte der RTV die Aargauer mit 10:1 Toren und verwandelten einen 18:22-Rückstand in einen 28:23-Vorsprung. Mit dem dritten Saisonsieg hat der RTV Basel den Anschluss ans Mittelfeld wahren können, während die Aargauer weiter auf den zweiten Sieg warten und immer mehr in die Krise rutschen.

Das Duell der Tabellennachbarn war auch ein Spiel mit zahlreichen Nebenschauplätzen. So war es für Basels Sandro Strübin, der bis letzte Saison für den HSC Suhr Aarau spielte, die erste Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Strübin erzielte gegen seinen Ex-Verein 4 Tore.

«Ich habe mich riesig auf diese Partie gefreut», sagte Strübin, «ich hatte fünf tolle Jahre mit Suhr und habe hier viele gute Freunde. Und nach dem Sieg ist meine Freude umso grösser.» Obwohl er zwei Penaltys verschoss, sei er vor und während dem Spiel überhaupt nicht nervös gewesen. «Meine Penaltys waren schlicht und einfach schlecht geschossen», sagte Strübin.

Mit Spannung wurde auch das Bruder-Duell von Mark Schelbert (Suhr Aarau) und Ruben Schelbert (RTV Basel) erwartet. Das Duell der Muotathaler, die gemeinsam in Basel wohnen, entschied Ruben Schelbert mit 5:2 Toren zu seinen Gunste