Fussball 2.Liga
Suhr und Windisch konnten in der 2. Liga Boden gut machen

Zwei Runden sind in der 2. Liga noch zu spielen und die Ausgangslage ist eng. Im Abstiegskampf liefern sich Kölliken, Küttigen und Menzo Reinach ein Schneckenrennen um über den Strich zu kommen. Vorne klauten sich Rothrist und der FCO die Punkte.

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Die 2. Liga Runde in der Übersicht. (Symbolbild)

Die 2. Liga Runde in der Übersicht. (Symbolbild)

Keystone

Kölliken – Spreitenbach 1:2

Das Ärgernis wiederholt sich – Spreitenbach gewinnt Aufsteigerduell

Es war ein Déjà-vu, das die Anhänger des FC Kölliken beim Heimspiel ihrer Mannschaft gegen den FC Spreitenbach erlebten. Obwohl der Gastgeber in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung gehen konnte, vermochte er den Vorsprung nicht über die Zeit zu retten. Im Gegenteil, die Gäste konnten die Partie mit zwei Toren zu ihren Gunsten drehen und am Ende mit drei Punkten im Gepäck den Heimweg antreten. «Es ist zum Heulen», ärgerte sich Köllikens Trainer Marco Tovagliaro nach dem Schlusspfiff, «wie so oft in dieser Saison gehen wir in Führung, sind dann aber zu wenig clever oder es fehlt das letzte Quäntchen, um an den Sieg zu glauben.» Die Partie gegen Spreitenbach war bereits die sechste in dieser Saison, in welcher die Kölliker in Front lagen. Mit zwei Punkten aus diesen Spielen fällt die Ausbeute allerdings äusserst bescheiden aus. «Woran das liegt, ist schwer zu sagen», meinte Marco Tovagliaro, «mir bleibt momentan nicht viel anderes übrig, als die Spieler Woche für Woche wieder zu motivieren.»

Wie man auftreten muss, um die drei Punkte einzufahren, haben die FCK-Spieler im Duell der Aufsteiger gegen Spreitenbach zumindest in der ersten Halbzeit gezeigt. Gleich beim ersten Angriff vor das Tor von Gästehüter Nikola Tepes überquerte der Ball die Linie. Der aufgerückte Innenverteidiger Roy Siegenthaler verwertete in der

17. Minute einen flachen, scharf getretenen Freistoss von Marco Werthmüller zur 1:0-Führung. Der Treffer stellte den Spielverlauf auf den Kopf, denn bis zu diesem Zeitpunkt agierten die Gäste bestimmter, brachten aber keine gefährliche Aktion vor FCK-Schlussmann Mirco Siegenthaler zustande. Dieser hatte in der Folge wenig zu arbeiten, weil das Erfolgserlebnis den Gastgeber zu beflügeln schien. Raffaele Babele verpasste den zweiten Kölliker Treffer jedoch gleich mehrmals. Das rächte sich noch vor der Pause. In der 44. Minute konnte Kushtrim Bytyqi im Fünf-Meter-Raum eine Hereingabe von Ylber Dulaku ungehindert zum 1:1 einköpfeln.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Spreitenbach den Druck stetig und drängte Kölliken in dessen eigene Platzhälfte zurück. Die Überlegenheit schlug sich schliesslich auf der Anzeigetafel nieder. In der 83. Minute unterlief Mirco Siegenthaler einen hohen Ball, worauf der kurz zuvor eingewechselte Arigon Dulaku ohne Gegenwehr per Kopf das 2:1 erzielte. «Obwohl wir in der zweiten Halbzeit wenig Chancen zugelassen haben, agierten wir zu ungenau», bemängelte Marco Tovagliaro. Hinzu kamen Unzulänglichkeiten wie der Platzverweis von Captain Marco Werthmüller, der zwei Minuten nach Dulakus Tor wegen Reklamierens seine zweite gelbe Karte kassierte und so die Schlussoffensive des FCK bremste. Gleichwohl bot sich Stefan Oppliger (88. Minute) und Jonas Niffenegger (89.) die Chance zum Ausgleich, welche aber ungenutzt blieb.

Othmarsingen – Rothrist 2:2

Ein gerechtes Remis im Spitzenkampf

Mit einem 2:2 beim Aufsteiger FC Othmarsingen konnte der FC Rothrist seinen ersten Verfolger auf Distanz halten. Obwohl die Chance verpasst wurde, den Vorsprung auf sechs Punkte auszubauen, durfte die Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander angesichts der langen Verletzungsliste und dem tiefen Terrain mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Zumal seine Spieler einen klassischen Fehlstart hinlegten. Es war noch keine Zeigerumdrehung gespielt, als Othmarsingen dank Yannik Brühlmann mit 1:0 in Führung lag. Der 2.-Liga-Tabellenführer erholte sich aber gut von diesem Rückschlag und zog sein Kombinationsspiel auf. Manuel Zobrist scheiterte mit seinen Abschlussversuchen (8. und 15. Minute) ebenso wie sein Bruder Lino (16.) per Weitschuss. Erst nach einer halben Stunde durften die Rothrister jubeln, als Lino Zobrist einen Freistoss zum 1:1 in die untere rechte Torecke schlenzte. Nun machte der Favorit mächtig Druck. In der 32. Minute köpfelte Marco Ludin einen weiten Eckball vor das Tor und Manuel Zobrist wuchtete den Ball zum 2:1-Pausenstand ins Netz.

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine tempo- und abwechslungsreiche Partie. Othmarsingen versuchte mit hohen Steilzuspielen auf die schnellen Hajrullah Murati und Gezim Zeqiraj zum Erfolg zu kommen. Das Vorhaben klappte in der 64. Minute, als Albert Pjetri eine Querflanke zu Zeqiraj schlug, worauf dieser der Rothrister Abwehr entwischte und das 2:2 markierte. In der Folge zollten beide Teams dem hohen Tempo ihren Tribut. Die Konzentration nahm merklich ab, zudem hatte der tiefe Platz auf beiden Seiten viel Kraft gekostet. So blieb es beim leistungsgerechten Remis. «Das geht durchaus Ordnung,» sagte Willy Neuenschwander nach dem Schlusspfiff. «Mich ärgerte, dass wir das 0:1 kassiert haben, ohne je den Ball zu berühren. Dass wir danach die Partie drehen konnten, stufe ich positiv ein.»

Oftringen – Brugg 2:4

Zu viele Geschenke verteilt

«Die Realität hat uns eingeholt, wir sind nicht besser. In der Mannschaft fehlt ein Chef. Wer solche Geschenke macht, kann nicht gewinnen. Deshalb müssen wir uns in der Winterpause verstärken und hart trainieren.» Es waren deutliche Worte, die FC-Oftringen-Trainer Luca Iodice nach der 2:4-Heimpleite gegen den FC Brugg von sich gab. Iodice hatte guten Grund dazu, denn bei seiner Mannschaft passte nicht viel zusammen. Wie schon gegen Spreitenbach offenbarte die Verteidigung Abstimmungsprobleme. Die von Mittelfeldregisseur Marcello D’Alessandro hoch nach aussen geschlagenen, weiten Pässe waren von seinen Mitspielern nicht unter Kontrolle zu bringen. Oftringens Ausbeute von nur zwei Torversuchen im ersten Abschnitt durch Ivano Rizzo und Seljami Hasani war zu mager. Zudem brachte sich der Gastgeber mit zwei krassen Individualfehlern in Rückstand. In der 8. Minute verlor Stefano Baptista auf der Mittellinie einen Zweikampf, worauf Yanis Ouslama bedient wurde und dieser mittels Flachschuss das 1:0 für Brugg erzielte. In der 39. Minute doppelte Ouslama nach, indem er Lauret Popaj den Ball wenige Meter vor der Strafraumgrenze wegschnappte und auf 2:0 erhöhte.

Mit ihrem ersten Angriff nach der Pause schraubten die Brugger das

Skore dank Sead Hetemi auf 3:0, ehe Artan Xhemajili kurz darauf das 4:0 besorgte. Immerhin stemmte sich der FC Oftringen in der Schlussphase gegen die sich abzeichnende Kanterniederlage und konnte dank zwei Toren von Lauret Popaj (68. und 87. Minute) für etwas Resultatkosmetik sorgen.

FC Mutschellen - FC Fislisbach 2:1

Burketsmatt - 120 Zuschauer - SR: G. Tozmann

Tore: 2. Haxha 1:0, 65. B. Pnishi 2:0, 78. Sandmeier 2:1

Mutschellen: Riesen; Brunner, Meindel, Pavic, Faik Pnishi; Born, Matosevic, Pfyl (68. Altian Pnishi), Haxha (91. Portmann); Wild; Blerim Pnishi

Fislisbach: Muntwiler; Burger, Furrer, Fischli, Herzog; Sozzi, Sandmeier, Meier (62. Allmann), Umbricht, Frei (82. Hofer); Klee (66. Iglesias)

Bemerkungen: Mutschellen ohne Moser, Solak, Huber, Zingg, Steinmann (verletzt); Peterhans, Burat Haxha (abwesend)

Verwarnungen: 61. Pavic (Foul)

90. Pfostenschuss B. Pnishi