Handball
Suhr Aarau zeigt gewisse Zeichen der Hoffnung

Wenig hatte in Bern für die Gäste gesprochen. Der HSC Suhr Aarau trotzte in Gümligen dem BSV Bern beim 23:26 fast.

Jörg Greb
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Die Suhrer brachten Muri an den Rand einer Niederlage.

Die Suhrer brachten Muri an den Rand einer Niederlage.

Otto Luescher(Umlaut)

Geknickt durch die jüngste Heimniederlage gegen Gossau, geschwächt durch die Absenz von Leitfigur Misha Kaufmann (Daumenbruch) und einen angeschlagenen Patrick Romann (Verdacht auf Haarriss am Handknochen) und gehindert durch ein eh schon schmales Kader – ohne grosse Perspektive trat der Aufsteiger, der vom letzten Tabellenrang nicht fortkommt, die Reise zum Siebten der Tabelle an, dessen Ambitionen auf einen Finalrundenplatz (Plätze 1 bis 6) zu unterstreichen war. „Wir haben keine Chance, nutzen wir sie“, gab Coach Guido Frei die Strategie für diese schwierige Partie vor.

Und das tat die junge Equipe überzeugend. Alle übernahmen Verantwortung. In der Deckung kämpfte jeder für den anderen. War die Konzentration voll da, scheute keiner dorthin zu laufen, wo’s schmerzte. Und weil sich Torhüter Tomislaw Stojkovic immer besser auf seine Vorderleute einzustellen weiss, verzweifelten die routinierten Berner zusehends. Zwölf Tore aus 30 Angriffsaktionen in der ersten Hälfte sprachen eine klare Sprache: Ihre Offensivbilanz war ungenügend.

Mit zehn Toren in der ersten Hälfte musste auch Suhr Aarau eine beschränktere Quote hinnehmen. Doch mit dieser Ausbeute blieb der Aussenseiter im Geschäft. Vor allem Kreisläufer Mathias Kasapidis und die drei jungen Rückraumspieler Tim Aufdenblatten (18-jährig), Nicolas Suter (20) und Fabian Studer (24) leisteten Solides, und Ljubomir Josic zeichnete sich als sicherer Siebenmeterschütze (insgesamt vier Treffer) aus.

So entwickelte sich die Partie überraschend. Nach 36 Minuten glichen die Gäste erstmals seit der dritten Minute wieder aus. Es kam noch besser: Sie gingen mit zwei Toren (16:14) in Führung. Leider dauerte diese Phase nur drei Minuten. Danach übernahmen die Berner das Diktat erneut. Doch offen blieb es. Nach 58 Minuten schoss Patrick Strebel das 23:24. Auch wenn am Schluss nichts Zählbares resultierte: Die Leistung von Suhr Aarau war ein starkes Lebenszeichen.