Handball

Suhr Aarau wird von Leader Pfadi Winterthur überrollt

Kein Durchkommen für die HSC-Angreifer um Ljubomir Josic (links).

Kein Durchkommen für die HSC-Angreifer um Ljubomir Josic (links).

22:33-Niederlage für den HSC Suhr Aarau. Die Aargauer sind bei Leader Pfadi Winterthur chancenlos und bleiben auch nach fünf gespielten Runden Schlusslicht der in der Tabelle der Nationalliga A.

Acht Jahre war die Eulachhalle in Winterthur Martin Pramuks Arbeitsort. Dorthin kehrte der 38-jährige Routinier mit seinem aktuellen Verein HSC Suhr Aarau nun zurück. Es war «speziell», wie er nach dem Schlusspfiff erklärte. Speziell, wegen ungewohnter Anspielzeit, wegen der Örtlichkeit, wegen der Konstellation und wegen des Spielverlaufs. Und für Pramuk, den einstigen Nationaltorhüter der Slowakei, war es auch ein wenig traurig. Das 22:33 (11:19) widerspiegelte den Klassenunterschied zu deutlich.

Angesetzt worden war die Partie auf Sonntagvormittag, 11 Uhr. Brunchzeit also. Pramuk aber sagte, das sei kein Problem gewesen, keine Erklärung des Resultats. «Wenn wir am Sonntag ein Meisterschaftsspiel haben, trainieren wir samstags um diese Zeit.» Ebenso wenig galt der ungewöhnliche Rahmen als stichhaltiges Argument. Gespielt wurde nicht in der üblichen Eulachhalle, sondern in der Nebenhalle. Grund dafür bildete eine Modelleisenbahnausstellung an gewohnter Spielstätte. «Das sorgte für eine etwas eingeschränkte Ambiance», sagt Pramuk.

Viele Unkonzentriertheiten

Für die Ernüchterung aber sorgten der Spielverlauf und der Spielausgang. Der HSC Suhr Aarau vermochte den Favoriten nicht annähernd zu ärgern. Spätestens nach einer Viertelstunde war das Kräfteverhältnis auf der Anzeigetafel festgehalten: 7:4. Schon fast vergessen liess sich in diesem Augenblick der harzige Beginn und das wohlwollende Resultat aus HSC-Sicht. Fehler an Fehler hatten beide Equipen aneinandergereiht, und nach acht Spielminuten zeigte sich ein ungewohntes 1:1.

Mehr beschäftigte aber Pramuk die Phase nach dem ersten Timeout. Just nach den Inputs von Trainer Patrik Fendt leistete sich die junge HSC-Equipe im Angriff Fehlpässe, welche der Gegner gnadenlos ausnutzte. Drei Gegenstösse schlossen die Winterthurer erfolgreich ab.

Zeit also für die zweite Auszeit. Doch was folgte? Dasselbe, nochmals zwei Gegenstosstreffer – und schon hiess es 7:17. «Solche Unkonzentriertheiten und gedankliche Pausen sind nicht erlaubt», sagte Pramuk und sprach davon, dass sich fünf Gegenstosstore in fünf Minuten vielleicht einmal pro Saison zutragen würden. Da nützte auch das besonders gute Kennen der Gegenspieler von Pramuk nichts. «Da bist du chancenlos, denn auch meine ehemaligen Teamkollegen wissen, wie ich als Torhüter reagiere.»

Weiterhin Tabellenletzter

Und das Verdikt nach diesem Sonntag-Votrmittag-Kräftemessen? Suhr Aarau bleibt auf seinem einen Punkt am Tabellenende sitzen, und Pfadi Winterthur behielt seine Weste rein und bleibt verlustpunktlos. Das Kräfteverhältnis war frappant. Nicht zuletzt an den Möglichkeiten der beiden Trainer zeigte sich dies. Während Adrian Brüngger nach einer Viertelstunde vier seiner Feldspieler ersetzen konnte, ohne dass sich ein Mangel an Qualität gezeigt hätte, blieben für Fendt die Möglichkeiten bescheiden.

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