Handball

Suhr Aarau verliert Aufstiegs-Hinspiel und ist bereits arg in Rücklage

Die Aargauer verlieren das Hinspiel der Barrage aufgrund einer Baisse kurz nach der Halbzeitpause 25:29 gegen GC Amicitia. Mit dieser unglücklichen Niederlage rückt der Aufstieg in weite Ferne.

Bereits vor dem Spiel dürfte jedem der knapp 900 Zuschauer klar geworden sein, um was es geht. Zwar um einiges. Der HSC Suhr Aarau kämpft als Zweiter der aktuellen NLB-Saison mit dem zweitletzten der NLA um den Platz in der höchsten Liga.

Zu Beginn auf Augenhöhe

Entsprechend versuchten die zahlreich erschienenen Fans mit Anfeuerungsrufen, Trompeten und Trommeln für einen positiven Start des Aussenseiters in das Erste der beiden Entscheidungsspiele zu sorgen. Diese Stimmung schien sich dann auch zu Beginn der Partie auf das Heimteam zu übertragen. Von einem Klassenunterschied war in der Schachenhalle in Aarau kaum etwas zu sehen. Eher war es eine Partie auf Augenhöhe. Dies widerspiegelte auch der Spielstand: Immer wieder war ein Unentschieden auf der Anzeigetafel abzulesen.

Die unterklassigen Suhrer gaben sich mit dem aber nicht zufrieden und versuchten gegen Ende der ersten Halbzeit davonzuziehen. Als sie dann just in dieser Phase die Chance bekamen, in doppelter Überzahl zu agieren, verpassten sie e aber, sich einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen. Mit einer knappen 14:13--Führung gings in die Pause. Für den herausragenden Armin Sarac war dies die entscheidende Phase: «Wir hätten nach den ersten 20 Minuten deutlicher führen müssen. Uns fehlte ein bisschen das nötige Glück.»

Das fehlende Glück

Nach dem Pausentee dann ein ganz anderes Bild: Als sich bei den Hausherren einige Fehler einschlichen, fanden die Gäste aus Zürich immer wie besser in die Partie. Nebst den spielerischen Ideen fehlte den Aargauern anfangs der zweiten 20 Minuten dann auch das nötige Glück. Denn während bei GC Amicitia fast jeder Schuss den Weg ins Tor fand, scheiterte man selbst immer wieder an der Torumrandung. Eine rasche Dreitoreführung für die Gäste war die Folge. Ein Rückschlag, von welchem sich das Heimteam nicht erholte. Zwar hielt man weiterhin mit dem Oberklassigen mit, eine Aufholjagd konnte aber nicht lanciert werden. Schliesslich siegten die Zürcher 29:25. Ein harter Schlag, für eine über weite Strecken gute Vorstellung der Aargauer.

Die Hoffnung lebt

Trainer Patrik Fend gibt die Hoffnung auf einen allfälligen Aufstieg aber noch nicht auf: «Auch wenn sich die Ausgangslage deutlich erschwert hat: Es ist immer noch alles möglich.»

Aber auch ihm wird klar sein, dass ein allfälliger Aufstieg, aufgrund der argen Rücklage, eine riese Überraschung wäre. Ob den Aargauern das Unmögliche doch gelingt, wird sich am kommenden Samstag in der Saalsporthalle in Zürich zeigen.

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