Handball NLA

Suhr Aarau muss am Sonntag auf seinen Abwehrchef verzichten

Ronnie Vilstrup wird sein Team am Sonntag nicht mit Toren unterstützen können.

Ronnie Vilstrup wird sein Team am Sonntag nicht mit Toren unterstützen können.

Mit dem dänischen Defensivspezialisten Ronnie Vilstrup fällt beim HSC vor dem Heimspiel gegen Kriens-Luzern ein wichtiger Spieler aus.

In der ersten Hälfte der Qualifikation überraschte der HSC Suhr Aarau: elf Punkte holte der Aufsteiger aus neun Spielen, stand damit auf Platz 5, mit guten Aussichten, die Finalrunde der besten sechs Teams zu erreichen. Der «Blick» schrieb anerkennend, «vor diesem Aufsteiger zittert die Liga», die Mannschaft von Misha Kaufmann spielte unbeschwert auf und besiegte unter anderem Meister Kadetten Schaffhausen und Vizemeister Wacker Thun.

Nun, nach drei Spielen in der Rückrunde, steht Suhr Aarau immer noch auf Platz 5 – weitere Punkte hat der HSC aber nicht gewonnen. Den knappen Niederlagen in St. Gallen und gegen Schaffhausen folgte ein 24:35 in Basel. Die Kanterniederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Finalrunde gab Torhüter Mihailo Radovanovic zu denken. «Ich hätte nie geglaubt, gegen Basel verlieren zu können, besonders nicht so deutlich», wird er im Interview auf der Vereins-Website zitiert.

Vielleicht noch stärker als das klare Resultat schmerzt den HSC der Ausfall von Ronnie Vilstrup. Der dänische Abwehrspezialist war als vorgezogene Verteidiger der wichtigste Mann im Defensivsystem. Wegen einer Bänderverletzung im Knie wird Vilstrup bis mindestens Ende Jahr fehlen. «Sein Ausfall trifft uns har, wir müssen ihn nun gemeinsam ersetzen, indem wir noch enger zusammenstehen und füreinander kämpfen», sagt Radovanovic.

Dünn besetztes Kader

Wie gut dies gelingt, wird sich am Sonntag (17.00 Uhr in der Schachenhalle Aarau) zeigen. Mit dem HC Kriens-Luzern gastiert allerdings ein Spitzenteam beim HSC – die Aufgabe für Suhr Aarau ist also schwer. Ob der Teamgeist und der gemeinsame Kampf reicht, um die Innerschweizer in Bedrängnis zu bringen?

Tatsache ist, dass der HSC ein relativ dünn besetztes Kader hat, auf mehreren Positionen steht hinter dem Stammspieler ein eigener Junior, wo andere Teams arrivierte NLA-Spieler aufbieten können. Radovanovic ist aber zuversichtlich, dass der HSC mit der Unterstützung des lautstarken Heimpublikums zum Erfolg zurückkehrt. ​

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