Handball
Suhr Aarau: Mit Schweizer Agilität gegen Deutsche Athletik

Am Wochenende wartet auf den Aargauer Handball-Nachwuchs eine spezielle Aufgabe. Die U19 des HSC Suhr Aarau absolviert zwei Testspiele gegen Kronau-Östringen, den Nachwuchs des Deutschen Branchenleaders.

Annemarie Keusch
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Suhr Aaraus Kreisläufer und U19-Nationalspieler Remo Hochstrasser wird gegen Kronau-Östringen gefordert sein.

Suhr Aaraus Kreisläufer und U19-Nationalspieler Remo Hochstrasser wird gegen Kronau-Östringen gefordert sein.

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Seit Jahren gehören die Junioren des Handballclubs Suhr Aarau zur nationalen Spitze. Auch in diesem Jahr mischt das Team um Trainer Christian Meier wieder ganz vorne mit. Aktuell stehen sie gar auf dem ersten Tabellenplatz, jedoch haben sie ein Spiel mehr absolviert als die Rivalen vom Pilatus. Eine spezielle Herausforderung steht für die Aargauer am Wochenende an. Zwei Testspiele gegen die U19 von Kronau-Östringen, nicht weniger als der Nachwuchs des aktuellen Leaders in der Bundesliga, erwarten die jungen Handballer. Trainer Meier ist sich bewusst: «Gegen die Deutschen wird es zwei schwierige Spiele geben. Was Härte und körperlichem Einsatz betrifft, ist das Niveau in Deutschland höher einzuschätzen als hier in der Schweiz.»

Als Herausforderung kann man die Spiele gegen die Gäste aus der Bundesliga alleweil sehen. «Die Teams aus der Schweizer Liga fordern uns zwar auch, aber wir kennen die Spielweise der verschiedenen Mannschaften mittlerweile bestens», erzählt Meier. Anders dagegen ist es gegen Kronau-Östringen. Die internationale Gangart ist für die Mannschaft aus Suhr Aarau etwas Neues. Sie müssen sich auf härtere Zweikämpfe und auf körperbetonteren Handball einstellen. Zudem seien die Deutschen den Einheimischen körperlich überlegen. «Sie sind grösser und auch stärker», ist sich Meier bewusst. Im Gegenzug sei seine Mannschaft agiler, schneller und beherrsche das temporeichere Spiel.

Das Rezept für zwei Siege gegen die U19-Auswahl von Kronau-Östringen ist für Meier klar: «Wir müssen stabil und gut decken. Nur so können wir unsere Stärke, die schnellen Gegenzüge, ausspielen.» Sein Team habe eine absolute Winnermentalität und wolle immer gewinnen. Nicht anders sieht dies in der nationalen Meisterschaft aus. Der Schweizer- Meister-Titel ist das erklärte Ziel der ambitionierten Mannschaft. Warum der Nachwuchs von Suhr Aarau seit Jahren tonangebend ist in der Schweiz, ist für Christian Meier indes klar. «Wir finden hier gute Strukturen auf. Zudem wird im Verein Jugendarbeit grossgeschrieben, und dies nicht nur auf dem Papier», lobt er die Verantwortlichen von Suhr Aarau.

Seine Junioren absolvieren wöchentlich sieben bis neun Trainingseinheiten. «Dies ist in etwa so viel, wie in Deutschland in den Handballinternaten trainiert wird», zieht Meier Parallelen zum morgigen Gegner. «Es ist eine Ehre für uns, dass so gute Nachwuchsmannschaften den Vergleich zu unseren Junioren suchen. Nichtsdestotrotz wollen wir gewinnen und zweimal ein gutes Spiel abliefern», schliesst er ab.