Handball

Suhr Aarau in der Pole-Position: Selbst Altdorf sieht den HSC als Favorit

Viel zu Jubeln: Suhr Aarau mit Armin Sarac (links) und Calle Ekberg (rechts).

Viel zu Jubeln: Suhr Aarau mit Armin Sarac (links) und Calle Ekberg (rechts).

Nach dem Sieg bei GC Amicitia/RWZ hat Suhr Aarau dem KTV Altdorf die Tabellenspitze der NLB abgejagt. In den letzten sechs Spielen kommt es zum Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Urnern. Mit Vorteil für den HSC: Dieser hat noch vier Heimspiele vor sich.

Spannender könnte die Ausgangslage in der NLB kaum sein. 20 Partien sind gespielt und der HSC Suhr Aarau liegt punktgleich mit Altdorf an der Spitze. Beide Teams haben 33 Punkte auf ihrem Konto und auch das Torverhältnis ist praktisch identisch.

Lediglich um vier Treffer (101 zu 97) ist die Differenz des aktuellen Leaders besser und das bei gesamthaft über 600 erzielten Toren. Noch bleiben sechs Runden zu spielen, aber bereits jetzt ist klar, dass der direkte Aufsteiger nur Suhr Aarau oder Altdorf heissen kann.

Keine Spekulationen

Trotz der interessanten Tabellenkonstellation will sich Suhr-Aarau-Trainer Patrik Fend nicht auf Spekulationen einlassen. «Wir konzentrieren uns nur auf unsere Leistung, schliesslich wollen wir die verbleibenden sechs Spiele gewinnen», so Fend.

Auf die Frage, wer denn im Kampf um Platz eins die besseren Karten habe, hält sich Fend bedeckt. «Es ist schwierig zu sagen, wer der Favorit ist. Wir haben aber sicher den kleinen Vorteil, dass wir vier Mal zu Hause antreten können, wo wir in dieser Saison noch nie verloren haben.»

Stabilität eingebüsst

Etwas anders beurteilt Altdorfs Spielertrainer Daniel Brack die Situation. Der Deutsche Rückraumspieler, der den Verein Ende Saison verlassen wird und wegen seiner Lehrerausbildung in Stuttgart bereits jetzt nur noch für die Meisterschaftsspiele in die Schweiz reist, sieht keine grossen Chancen für sein Team.

«Suhr ist der klare Favorit. Dadurch, dass ich die Trainings unter der Woche nicht mehr leiten kann, haben wir etwas an Stabilität eingebüsst und die Automatismen funktionieren nicht mehr ganz reibungslos», sagt er.

Altdorf mit schwererem Schlussprogramm

Zudem habe sein Team das etwas schwerere Schlussprogramm, so Brack weiter. Vor allem die Auswärtsspiele gegen die beiden Aargauer Vertreter Zofingen und Siggenthal bereiten dem Altdorfer Spielertrainer Sorgen. «Dort geht es ums nackte Überleben. In diesen Spielen können wir nichts fürs Torverhältnis tun, sondern müssen schauen, dass wir irgendwie gewinnen.»

Konzentration hochhalten

Die Ausgangslage für Suhr Aarau sieht also vielversprechend aus. Dennoch tut die Mannschaft gut daran, weiter konzentriert zu arbeiten, denn lässt sie in den kommenden Partien Punkte liegen, könnte es in der Barrage zum Duell mit dem NLA-Vorletzten GC Amicitia kommen.

«Das wäre eine schwierige Aufgabe. Wir wären der klare Underdog, denn die Spielweise von GC kommt uns nicht entgegen», so Fend. Für Suhr Aarau heisst es daher: verlieren verboten.

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