Handball
Suhr Aarau gewinnt gegen Kriens Luzern dank einer starken Leistung überraschend deutlich

Die Handballer vom HSC Suhr Aarau schlagen mit Kriens Luzern ein weiteres NLA-Spitzenteam und bringen sich mit dem 27:19 (10:10) wieder auf Finalrunden-Kurs.

Jörg Greb
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Handball NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens
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Handball, NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens
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Handball NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens
Handball, NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens
Handball NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens
Handball NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens 27.11.16
Handball NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens
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Handball NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens

Handball NLA: HSC Suhr Aarau - HC Kriens

foto-net / Alexander Wagner

Von den zahlreichen Innerschweizer Anhängern war in der Aarauer Schachenhalle längst nichts mehr zu hören. Zu einseitig hatte sich das Spiel entwickelt. Zu souverän war Suhr Aarau davongezogen vom 12:11 in der 35. zum 20:13 in der 45. Minute. Und die Skeptiker nach dem schwachen Auswärtsspiel vor einer Woche beim RTV Basel staunten über das neue Leben in der Equipe des Aufsteigers. Trotz erschwerter Umstände. Die Verletzung des dänischen Defensivspezialisten Ronnie Vilstrup hat sich als schwer erwiesen. Mit seiner Seitenbandverletzung dürfte er bis im Februar ausfallen. Und wegen seiner Bänderverletzung erneut auf der Tribüne Platz nehmen musste Torhüter Mihailo Radovanovic.

Suhr Aarau vermochte die vermeintlich grossen Handicaps zu kompensieren. Zum einen zeigte Coach Misha Kaufmann einmal mehr ein feines Gespür und eine belohnte Entscheidungsfreude. Er setzte weiter auf das 5:1-System. Statt Vilstrup übernahm nun Topskorer Tim Aufdenblatten den Part des vorgestellten Verteidigers – unangenehm, unberechenbar, effizient. Offensiver, beweglicher wirkte das System durch die personelle Veränderung. Aufdenblatten gelang es, zahlreiche Bälle zu erobern und Gegenstösse einzuleiten. Die Anzahl von insgesamt 19 Gegentreffern beweist, dass die Abwehr das Kernstück des HSC-Erfolges bildete. Und klarstes Indiz: die nur 3 Gegentreffer zwischen der 35. und 50. Minute.

Pramuks Rückkehr

Den Hauptpart des HSC-Abwehrbollwerks lässt sich aber einem andern Mann zuschreiben. Martin Pramuk, dem Torhüter. Der 40-Jährige feierte ein brillantes Comeback. Nach der schweren Oberschenkel-Muskelverletzung aus dem Wiederholungsspiel um den Aufstieg gegen den TV Endingen Ende Mai war der Routinier fünf Monate ausgefallen. Vor vier Wochen begann er wieder mit einem Aufbautraining. Diese Woche stiess er zur Mannschaft. Und als klar wurde, dass Radovanovic passen muss, sprang er ein. Pramuk zeigte eine Glanzleistung. 15, zum Teil herausragende Paraden standen bis zur 58. Minute auf seiner Matchblatt. Sodann machte er Platz für den jungen Silen Locatelli.

Pramuk strahlte: „Bei uns passte alles zusammen, so ist es für einen Torhüter einfach, tolle Paraden zu zeigen.“ Und das ab der 38. Minute auch ohne Beau Kägi. Der linke Flügelspieler, zuvor mit fünf Treffern aus sechs Aktionen einer der auffallendsten HSC-Spielern, schied mit einer ausgerenkten Schulter aus. Zu Recht stellte Trainier Kaufmann sodann fest: „Es gelang uns, den RTV-Ausrutscher zu korrigieren und uns mit einer unserer besten Leistungen zurückzumelden. Heute machten wir wirklich vieles richtig.“ Dank diesem Sieg haben die Aargauer den fünften Zwischenrang gefestigt und die Differenz zu den nächsten Verfolgern auf drei Punkte ausgebaut.