Ein Blick ins Goldene Buch der Eiger Bike Challenge verrät die Topfavoriten für die diesjährige Austragung, die zugleich als Bike-Marathon Schweizer Meisterschaft zählt: Seit 2005 standen Urs Huber, Lukas Buchli und Christoph Sauser in abwechselnder Reihenfolge auf dem Podest. Mit Esther Süss, Ariane Kleinhans und Milena Landtwing ist auch bei den Frauen ein spannender Titelkampf zu erwarten.

Höhepunkt in der zweiten Hälfte

Nach einer Sommerpause von acht Wochen startet die nationale Bikemarathon-Rennserie iXS swiss bike classic am kommenden Sonntag in Grindelwald mit ihrem Höhepunkt in die zweite Saisonhälfte: die Schweizer Marathon-Meisterschaften. Das lockt zahlreiche namhafte Fahrerinnen und Fahrer an die an der Eiger Bike Challenge ins Berner Oberland, wie die beiden Weltmeister Christoph Sauser und Esther Süss, die auf der topografisch anspruchsvollen Strecke beide schon gewinnen konnten; Süss wie Vorjahressiegerin Kleinhans sogar zweimal. Aber niemand schaffte so viele Siege wie Urs Huber. Der 29-Jährige aus Jonen im Kanton Aargau fuhr 2008, 10, 11 und 13 als Gewinner in Grindelwald ein und war bereits 2011 Schweizer Meister geworden.

Mehrere Favoriten

Das Ischgl Ironbike, mit 79 km und 3820 Höhenmeter vergleichbar anforderungsreich wie die Eiger Bike Challenge, diente anfangs August als letzter Gradmesser für den Titelkampf. Hubers Sieg bekräftigte dessen Titelambitionen, während Esther Süss bei den Frauen triumphierte. Ariane Kleinhans wurde als zweitbeste Schweizerin vierte, iXS-classic-Leaderin Milena Landwing triumphierte auf der 48-km-Distanz. Lukas Buchli verzichtete nach seinem Sieg am letzten Juliwochenende am «M3»-Marathon im Montafon auf den Start in Ischgl zugunsten eines Trainingscamps im Münstertal.

Diverse Vorbereitungen

Titelhalter Christoph Sauser zog es derweil nach Übersee in die Vereinigten Staaten. Der Europameister und WM-Dritte bestritt am letzten Wochenende das Leadville100 in der Höhenlage Colorados und wurde hinter Teamkollege Todd Wells zweiter. Alle Titelanwärter sind also in Topform. Aussenseiterchancen dürfen sich zudem die beiden Locals Hansueli Stauffer (Sigriswil) und Bike-Transalp-Siegerin Cornelia Hug (Amsoldingen) ausrechnen. Wer aber letztlich zuoberst aufs Podest steigen darf, wird auch das Glück entscheiden. Denn die 88 km und 3900 Höhenmeter im Antlitz von Eiger, Mönch und Jungfrau sind nicht nur für den Mensch, sondern auch fürs Material eine harte Belastungsprobe, die immer mal wieder zu Defekten führt. «Titelkämpfe folgen stets eigenen Gesetzmässigkeiten», sagt dazu Lukas Buchli, der sich 2008 das rote Trikot mit dem weissen Schweizerkreuz überstreifen lassen konnte.