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Substanz, aber die Freude nicht verloren: Muri vor grosser Herausforderung

Bleibt weiter in Muri: Michael Koch (r.) ist die offensive Lebensversicherung.

Bleibt weiter in Muri: Michael Koch (r.) ist die offensive Lebensversicherung.

Der Freiämter Erstligist FC Muri hat wichtige Stützen verloren. Freude herrscht dagegen über die Auslosung im Schweizer Cup – mit dem FC Wohlen hat man ein persönliches Traumlos gezogen.

Die Laune lässt sich Beat Hubeli nicht verderben. Nach einer langen und intensiven Vorbereitung freut er sich auf den Saisonstart gegen den GC-Nachwuchs. Doch beim Trainer, der seit Januar 2013 im Amt ist, schwingen auch sorgenvolle Untertöne mit. «Es gab Rücktritte und Abgänge, die nicht zu kompensieren sind», sagt er – und nennt Manuel Hübscher, «die Integrationsfigur schlechthin», Frédéric Schaub, «den Unersetzbaren» oder Carmine Pascariello, «den Mann für die Geniestreiche». Dazu gesellen sich «Joker» Nikola Marjanovic und Patrick Rüttimann.

Sorgen in der Defensive

Der Substanzverlust, vorab in der Defensive, ist beträchtlich. «Die Breite der letzten Saison ist nicht mehr vorhanden», klagt Hubeli. Zwar konnten die Liga-erprobten Shqiprim Thaqaj und Emir Sinanovic verpflichtet werden. «Doch die Neuen», zu denen auch Kastriot Tafa und Patrick Nathan zählen, «brauchen Zeit, um sich zu integrieren und den Rhythmus zu finden», weiss Muris Trainer.

Kein Raum für Experimente

Die Resultate aus den Testspielen sind durchzogen, schwerer wogen indes die Ferienabsenzen. Experimente im taktischen Bereich waren so kaum möglich. «Ich bin gespannt auf den ersten Match. Es ist schwer abzuschätzen, wo wir genau stehen», sagt Hubeli. Vieles, so ist er überzeugt, wird vom Saisonstart abhängen. Hubeli wünscht sich einen Auftakt ohne Nöte und früh einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Die Hoffnung, dass nach Platz neun in der letzten Saison ein Schritt nach vorne gelingt, ist da. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, wird sich zeigen.

Ein willkommener Motivationsfaktor in der Vorbereitung war der bevorstehende Cup-Knüller gegen Ciriaco Sforzas FC Wohlen (23. August). «Das absolut beste Los für uns», sagt Hubeli, «dieses Spiel wird ein Highlight, auch für unseren Kassier.» Doch vorerst gilt die volle Konzentration dem Saisonstart.

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