Die Ausgangslage vor dem letzten NLA-Qualifikationsspiel war für die Männer des STV Oberentfelden klar: Gegen Jona musste ein Sieg her und zwar so deutlich wie möglich. Doch das war keine einfache Aufgabe, denn die Oberentfelder hatten gleich drei verletzte Spieler zu beklagen: Dominik Gugerli, Brian Häfliger und Sascha Hagmann konnten allesamt nicht mittun. Und so war es Trainer Christian Zbinden, der von Beginn weg vorne rechts im Angriff an der Seite von Hauptangreifer Kevin Hagen zum Einsatz kam.

Trotz dieser ungewohnten Aufstellung waren es die Suhrentaler, die in der heimischen Sporthalle Erlenweg den besseren Start erwischten und den ersten Satz mit 11:8 für sich entscheiden konnten. In der Folge blieb das Spielgeschehen bis zur Pause ausgeglichen. Dies vor allem, weil die Hausherren in der Defensive und beim Zuspiel nicht ihr gewohntes Niveau erreichten. „Wir schafften es kaum einmal, zwei Bälle hintereinander gleich zu spielen. Wir waren zu unkonstant und unruhig“, so Christian Zbinden. „Das lag wohl daran, dass wir etwas nervös waren. Man hat schon gemerkt, dass es in diesem Spiel um viel ging.“ Da es die Gäste aus Jona jedoch nicht verstanden, diese Unsicherheiten im Spiel der Oberentfelder auszunutzen, gingen diese mit einer 3:1-Satzführung in die Pause.

Hauptsache Playoffs

Und in der zweiten Hälfte konnte sich die Equipe von Christian Zbinden mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken steigern. „Wir spielten in der Defensive viel ruhiger und konnten endlich unsere Stärken ausspielen“, so der STVO-Trainer. Diese Steigerung schlug sich auch im Resultat nieder. Die Oberentfelder konnten die Sätze fünf und sechs souverän mit 11:2 und 11:6 für sich entscheiden und bezwangen Jona so überraschend deutlich mit 5:1. „Es hat mich schon etwas überrascht, dass Jona uns mit seinem Spiel nicht mehr plagen konnte“, meinte denn auch Zbinden nach der Partie.

Dank diesem deutlichen Sieg zum Abschluss der Vorrunde schoben sich die Oberentfelder in der Tabelle vom fünften auf den dritten Rang vor und qualifizieren sich damit für die Playoffs vom 20./21. Februar. Allzu viel bildet sich Christian Zbinden jedoch nicht ein auf diesen dritten Qualifikationsrang. „Wir müssen froh sein, dass wir uns irgendwie für die Playoffs qualifizieren konnten, denn das, was wir in der Vorrunde gezeigt haben, war deutlich unter unseren eigenen Erwartungen.“ Zwei Siege stehen drei Niederlagen gegenüber. Das ist in der Tat etwas wenig für ein Team, das vor der Saison davon sprach, um den Schweizer Meistertitel mitspielen zu wollen. Am Finalwochenende beginnt jedoch alles wieder bei null. Damit liegt auch die Goldmedaille nicht ausser Reichweite für die Oberentfelder.