Die Cup-Viertelfinal-Partie vom Mittwoch hat bei Städtli definitiv etwas bewegt. Trotz der Niederlage gegen den A-Ligisten strahlten die Spieler deutlich mehr Selbstvertrauen aus als noch vor Wochenfrist auswärts in Möhlin, und auch das Publikum gab dem Team mehr Kredit: Etwas über 200 Zuschauer fanden trotz Fasnacht in die Aue und sorgten von Beginn weg für Stimmung. Langweilig sollte es ihnen nicht werden.

Vergeigter Start

Die Weichen der Partie wurden in den Startminuten gestellt: Städtli brauchte nicht weniger als sechs Anläufe, bis das Leder zum ersten Mal im gegnerischen Kasten zappelte. Da hatte Horgen schon vier Mal getroffen und setzt gleich noch einen drauf. 1:5 – dieser Hypothek sollte Baden fortan hinterherrennen.

Das Muster war dabei stets dasselbe: Baden kämpft sich bis auf drei, zwei Tore heran, erzielt auch immer wieder mal den Ausgleich, schafft es aber nie, in Führung zu gehen. Nicht dass es an Versuchen gemangelt hätte, aber im Abschluss wurde viel zu oft gesündigt, und der Horgemer Keeper war ebenso auf der Höhe seiner Aufgabe wie Marco Wyss im Badener Tor.

Hinten stark, vorne limitiert

Was möglich gewesen wäre, wenn die Last des Toreschiessens beim Heimteam auf mehr Schultern verteilt wären, zeigten die Schlussminuten der temporeichen und insgesamt bemerkenswert fairen Partie: Zweieinhalb Minuten vor Schluss lag Horgen scheinbar komfortabel 23:27 voraus, als Städtli 1 noch einmal alle Kräfte sammelte und den Ball mit einer offenen Manndeckung Mal für Mal eroberte und im Horgemer Tor versenkte.

Stalder, Bühler, Stalder und noch einmal Stalder – am Ende sollten diese beiden Namen für 20 der 27 Badener Tore stehen, während bei fünf Teamkameraden im Resultateblatt eine blanke Null prangt.

Für ein Städtli in Vollbesetzung wäre mehr als dieses ärgerliche 27:28 drin gewesen. Viel mehr, keine Frage. Nur wird sich an der prekären Personalsituation mit all den langzeitverletzten Leistungsträgern bis zum Ende der Saison nichts ändern.

Höchste Zeit also für die Verbliebenen, über sich hinauszuwachsen. Langsam müssen Punkte her, wenn man dem Zusammenschluss der hinteren Tabellenhälfte entgehen will.