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STV Baden: Mit der Favoritenrolle lange gekämpft

Städtli 1 macht sich über weite Strecken das Leben selber schwer, setzt sich dank starker Torhüter letztlich aber doch klar gegen die Gäste vom Tabellenende durch. Gegen die SG Pilatus gabs einen 25:20-Sieg.

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Badens Steven Larsson erzielte sechs Tore. Wagner/Archiv

Badens Steven Larsson erzielte sechs Tore. Wagner/Archiv

Alexander Wagner

Dass es kein einfacher Abend werde würde, zeigte sich als erstes am Zeitnehmertisch: Die Liveticker-Software wollte vor dem Spiel partout keine Verbindung mit dem SHV-Server aufnehmen. Bei einem erneuten Versuch während der Halbzeitpause klappte dann plötzlich alles wunderbar – nur war’s dann schon zu spät.

Ein Omen? Die Parallelen zum Geschehen auf dem Feld waren jedenfalls augenfällig: Städtli 1, im Vollbestand aufgelaufen und mit Blick auf die Tabelle klarer Favorit, tat sich lange schwer. Das lag zum einen an den dynamisch aufspielenden Gästen, die der offensiven Badener Abwehr mit immenser Laufarbeit begegneten. Zum anderen war die Trefferquote des Heimteams wenig beeindruckend. Die stärksten Akteure waren klar die beiden Nummern 16 in den jeweiligen Toren: Noah Ineichen und Marco Wyss hielten ihre Teams im Spiel und das Skore offen.

Mit einem Remis in die Pause

10:10 zur Halbzeit – und ein Spieler weniger auf der Badener Bank! Remo Hochstrasser wurde in der 30. Minute mit einer Zeitstrafe belegt und äusserte seinen Unmut darüber wohl trotz Zahnschutz etwas zu deutlich. Das gab gleich nochmal zwei Minuten, summa summarum die dritte Zeitstrafe und eine automatische rote Karte. Etwas mehr Fingerspitzengefühl seitens der Schiedsrichter hätte nicht geschadet...

Die zweite Halbzeit stand zunächst wieder ganz im Zeichen der Goalies. Während sich die Badener Abwehr jedoch immer besser auf die verschlungenen Laufwege der Gäste einstellte, gingen den Zentralschweizern langsam aber sicher die Luft und die Ideen aus. Und da Städtli nun auch vorne seinen Rhythmus gefunden hatte, standen alle Weichen auf Heimsieg, bis sich die Schiedsrichter zehn Minuten vor Schluss ein weiteres Mal unglücklich in Szene setzten: Zwei Minuten für Marco Wyss – wegen Reklamieren.
In der eiskalten Aue gingen nun die Emotionen auf den Zuschauerrängen so richtig hoch. Pilatus witterte seine Chance, aber Michael Schoch im Badener Tor knüpfte trotz Kaltstart nahtlos an die bärenstarke Goalieleistung der vergangenen 50 Minuten an und sicherte Städtli damit einen letztlich klaren 25:20-Sieg. Fazit eines bewegten Abends: Hauptsache zwei Punkte.