Handball
STV Baden ist in der neuen Saison in der Rolle des Gejagten

Heute starten die1. Ligisten in die neue Saison. Mit dem STV Baden, Muri, Brugg und Magden spielen vier Aargauer Vereine in der Gruppe 2. Der STV Baden gilt dabei als Favorit und wird von manchen als das stärkste Aargauer Team gehandelt.

Andreas Fretz
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Den Aufstieg im Blick: STV-Baden-Trainer Andreas Steiner. wagner

Den Aufstieg im Blick: STV-Baden-Trainer Andreas Steiner. wagner

Selten hat ein 1.Ligist für so viele Schlagzeilen gesorgt wie der STV Baden. Insbesondere die Zugänge von Björn Navarin und Manuel Reichlin vom HSC Suhr Aarau liessen aufhorchen. Obwohl der Kanton Aargau mit fünf Teams in der NLB vertreten ist, hält manch einer den 1.Ligisten STV Baden für das stärkste Team aus der (einstigen) Handball-Hochburg.

«Diese Einschätzung ist gewiss etwas überspitzt», sagt STV-Trainer Andreas Steiner, «aber unsere Vision ist es tatsächlich, irgendwann die Nummer eins im Kanton zu sein.» Noch sei man nicht soweit, hält Steiner fest, das haben auch die Testspiele gezeigt. «Obwohl wie über viel individuelle Klasse und Routine verfügen, braucht es Zeit, bis die Automatismen greifen.»

Das Ziel in Baden heisst aber ganz klar Aufstieg in die NLB. Die Aufbruchstimmung ist spürbar, «es wird intensiv an den Rahmenbedingungen gearbeitet», sagt der frühere HSC-Suhr-Aarau-Coach Steiner. Für ihn ist klar: «Wir sind in dieser Saison die Gejagten.» Für Steiner und einige der Spieler wird das eine neue Erfahrung sein. «Viele sind nicht gerade erfolgsverwöhnt. Wir übernehmen jetzt die Favoritenrolle und nicht mehr wie früher die Rolle des Spielverderbers.»

Anders sieht die Erwartungshaltung bei den drei anderen 1.Ligisten aus dem Aargau aus. Der TV Muri entging in der letzten Saison dem Abstieg nur knapp. Die Freiämter hoffen, dass diese Erfahrung das junge Team wachsen liess. Das Kader des Trainerduos Cordas/Pauli erfuhr nur wenig Veränderungen. Mit einem guten Saisonstart will Muri dem Ziel Ligaerhalt möglichst schnell näher kommen.

Aufsteiger Brugg und Magden

Die Absteiger der letzten Saison, Wohlen und Zurzibiet/Endingen (freiwillige Relegation), werden durch die Aufsteiger aus Brugg und Magden ersetzt. Brugg gelang der direkte Wiederaufstieg in die 1. Liga. Auch in Magden wurde in der Vergangenheit schon 1.-Liga-Handball gespielt. Die beiden Aufsteiger trafen Ende August bereits in der 1. Vorrunde des Schweizer Cups aufeinander. Brugg feierte einen knappen 26:25-Auswärtserfolg. Der Zufall will es, dass die beiden Teams in der ersten Runde der Meisterschaft erneut aufeinandertreffen.