FC Wohlen
Strafverfahren gegen FCW-Meier eingestellt: Wellington blitzt mit Verleumdungsklage ab

Eines muss sich René Meier, Verwaltungsratspräsident der FC Wohlen AG, im Fall Wellington nicht vorwerfen lassen: Er hat seinen ehemaligen Spieler nicht verleumdet. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen Meier eingestellt.

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René Meier rollt an der einberufenen Pressekonferenz des FC Wohlen den Fall Wellington von A bis Z auf, wie er ihn erlebte

René Meier rollt an der einberufenen Pressekonferenz des FC Wohlen den Fall Wellington von A bis Z auf, wie er ihn erlebte

Mathias Marx

Der ehemalige Wohlen-Spieler Wellington hatte VR-Präsident Meier wegen übler Nachrede und Verleumdung eingeklagt.

Grund war ein Schreiben an die Donatoren und Funktionäre des FC Wohlen. Der Grund für die von Wellington gewünschte Vertragsauflösung seien wohl nicht familiäre Probleme, sondern eine drohende Zwangsvollstreckung wegen Schulden aus Wellingtons Zeit beim FC Kriens, hiess es darin. Das Schreiben wurde auch auf der Website des FC Wohlen veröffentlicht.

Über seinen Anwalt Simon Käch machte Wellington geltend, der Wohlen-VR-Präsident habe damit einer breiten Öffentlichkeit suggeriert, Wellington bewege sich in einem kriminellen Umfeld. Und dass eine Zwangsvollstreckung wegen Schulden aus Wellingtons Zeit beim FC Kriens drohe, sei gelogen.

Keine Beleidigungsabsicht

Das reicht nicht für eine Strafverfolgung, hat nun die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten befunden. Das Verfahren gegen René Meier wurde eingestellt.

Die Hürden für eine Verurteilung sind hoch. Zum Tatbestand der üblen Nachrede/Verleumdung gehört, dass der Beschuldigte selbst sich der Unwahrheit der von ihm verbreiteten Behauptungen gewiss sein muss und es ihm in erster Linie nur darum geht, dem Opfer ohne begründete Veranlassung Übles vorzuwerfen, wie es in der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft heisst.

Im vorliegenden Fall könne dem VR-Präsidenten des FC Wohlen nicht nachgewiesen werden, dass er eine Beleidigungsabsicht gehabt habe. Zudem ist der Verfügung zu entnehmen, dass René Meier den Beweis erbrachte, dass Wellington im August 2009 Schulden in der Höhe on 16 000 Euro hatte. (mou)