Zwei Vereine dominierten jüngst an den Schweizer Meisterschaften Aerobic in Frauenfeld. Die Schwyzerinnen von Küssnacht am Rigi und – der TV Eien-Kleindöttingen. Beide Riegen sicherten sich in der Ostschweiz je zwei Schweizer-Meister-Titel. Besonders der Erfolg der Zurzibieterinnen in der Kategorie Paar sorgte für Aufsehen.

Tamara Jeggli und Nadine Treier, die in der Vorrunde noch auf dem zweiten Rang gelegen hatten, verdrängten im Final die Dominatoren der letzten Jahre aus Laupersdorf-Niederbuchsiten – mit 9,933 erhielten sie notabene die Höchstnote an den diesjährigen Schweizer Meisterschaften.

Mit dieser Darbietung wurden Tamara Jeggli und Nadine Treier vom Turnverein Eien-Kleindöttingen Aerobic-Schweizermeisterinnen 2018 in der Disziplin «Paar».

Mit dieser Darbietung wurden Tamara Jeggli und Nadine Treier vom Turnverein Eien-Kleindöttingen Aerobic-Schweizermeisterinnen 2018 in der Disziplin «Paar».

Der Triumph reiht sich in eine lange Liste von Erfolgen. Dennoch spricht Präsidentin Michèle Keller von einem denkwürdigen Ereignis. «Dieses Abschneiden ist sensationell. Damit konnten wir nicht rechnen.»

Der Verein, der seinen Namen den beiden Böttstemer Ortsteilen Eien und Kleindöttingen verdankt, feiert 2021 sein hundertjähriges Bestehen – mit einem grossen Fest. Der in die Jahre gekommene Verein verkörpert indes alles andere als ein verstaubtes Image. Dafür stellvertretend steht Michèle Keller. Mit ihren erst 26 Jahren steht sie an der Spitze der erfolgreichen Riege. Unterstützt wird sie im Vorstand von Leuten in ihrem Alter.

Allen Grund zur Freude: Der TV Eien-Kleindöttingen räumte an den nationalen Titelkämpfen in der Ostschweiz gross ab. zvg

Allen Grund zur Freude: Der TV Eien-Kleindöttingen räumte an den nationalen Titelkämpfen in der Ostschweiz gross ab. zvg

Im Thurgau war der TV Eien-Kleindöttingen mit fünf Teams am Start. Sämtliche Formationen qualifizierten sich dabei für den Finaldurchgang. Das 3er-Team, das 4er-Team sowie das Paar konnten sich gegenüber der Vorrunde nochmals steigern. Das 3er-Team (Philipp Bello Lopez, Beatrice und Nicole Sibold) holte sich mit 9,613 die Silbermedaille und musste sich nur von ihren Vereinskolleginnen geschlagen geben. Anja Grenacher, Michèle Keller, Desirée Müller und Sandra Steffen wurden mit 9,925 benotet und sorgten damit für einen Zurzibieter Doppelsieg.

Generationenwechsel steht bevor

Michèle Keller blickt aufgrund dieser Resultate entsprechend zuversichtlich in die Zukunft. Während viele Vereine mit Nachwuchsproblemen kämpfen, kann der TVEK aus dem Vollen schöpfen. Neben 100 Aktiv- und Ehrenmitgliedern verfügt der Verein über eine bemerkenswert grosse Jugendabteilung. Rund 150 Kinder frönen hier ihrem Hobby.

Keller lässt sich von den jüngsten Ergebnissen gleichwohl nicht blenden. «Motivation und die Förderung sind zwei der Erfolgsgaranten». Gleichzeitig warnt sie, dass es nicht im gleichen Stil weitergehen kann. «Es steht ein Genrationenwechsel an. Jüngere Athleten sollen sukzessive in die Formationen eingebaut werden.» Deshalb dürfe man an nächsten Grossanlässen nicht automatisch mit weiteren Titelgewinnen rechnen.