Seilziehen

Stemmen und Ziehen: Die Schweiz ist die Nummer 1

Die Schweizer gaben alles, um den Weltmeistertitel in der Königsklasse zu verteidigen. ps

Die Schweizer gaben alles, um den Weltmeistertitel in der Königsklasse zu verteidigen. ps

An den Weltmeisterschaften in Malmö waren die Schweizer dank den Athleten des SZC Ebersecken die grossen Dominatoren.

Den Auftakt in die Openturniere an der WM in Malmö machte die Elite 700 kg. Ebersecken als Schweizer Meister und Titelverteidiger startete trotz 62 kg Untergewicht mit grossen Ambitionen. Mit sieben Siegen wurde die Vorrunde souverän gewonnen. Im Halbfinal wurden die Hinterländer von Engelberg gefordert, entschieden aber den ersten Zug nach 17 Minuten und den zweiten nach sieben Minuten für sich. Ebersecken war an diesem Tag nicht aufzuhalten und gewann im Final gegen die Holländer von Heure zum zweiten Mal nach 2014 den Klub-WM-Titel in der Klasse bis 700 kg.

Bei der U19-Jugend war Stans, verstärkt mit dem Ebersecker Roman Müller, in der Vorrunde das Mass aller Dinge und entschied alle sieben Kämpfe für sich. Im Halbfinal gegen Oakdale aus Südafrika wurden zweimal die nötigen vier Meter auf die Schweizer Seite gezogen. Im Final hatte ShouShan Nantou aus China Taipeh keine Chance.

Mit Carmen Rölli verstärkte eine Athletin aus Ebersecken das Frauenteam aus Sins, welches in der zum ersten Mal durchgeführten U23-Kategorie startete. Mit einer starken Leistung sicherten sich die Schweizerinnen Bronze.

Schweizer Finalduell

Nach dem Gewinn vor vier Jahren und vor zwei Jahren starteten die Ebersecker in der Königsklasse bis 640 kg als Favoriten unter den 34 Teams. Die Luzerner waren in ihrer Gruppe die Dominatoren und schlossen mit acht Vollerfolgen die Vorrunde auf Rang eins ab. Nachdem im Halbfinal Okia aus Holland aus dem Weg geräumt wurde, kam es im Final zum Duell mit Engelberg. Nach zwei packenden Zügen verteidigten die Athleten aus Ebersecken den Klubweltmeistertitel erfolgreich.

Zum ersten Höhepunkt aus Sicht der Ebersecker kam es an der WM für die Nationalmannschaften in der schwersten Kategorie bis 700 kg. Mit Peter Erni, Erich Joller, Stefan Krause, Ueli Krummenacher, den Brüdern Christoph, Fabian und Philipp Rölli und Coach Beat Steinmann stammten sieben der neun Schweizer aus Ebersecken. Mit acht Erfolgen wurde der Halbfinal souverän erreicht. Nach dem Sieg gegen Schweden standen die Eidgenossen im Final gegen Holland. Nach einer starken Leistung durften die Schweizer die Goldmedaille bejubeln.

Lukas Vogel stand mit der Nationalmannschaft der Elite 580 kg im Einsatz. Die Vorrunde wurde hinter Baskenland auf Rang zwei abgeschlossen. Trotz aufopferndem Fight reichte es den Eidgenossen im Halbfinal gegen England nicht für den Sieg. Die Schweizer deuteten im kleinen Final ihr Potenzial an und holten Bronze. Eine weitere Goldmedaille eroberten die U23-Junioren.

Bei den U19-Nachwuchsathleten der Schweiz war mit Roman Müller ein Ebersecker mit dabei. Mit einer soliden Leistung wurde die Vorrunde souverän gewonnen. Auch im Halbfinal gegen China Taipeh gaben sich die Eidgenossen keine Blösse. Im Final fand schliesslich Deutschland kein Rezept gegen die perfekt harmonierenden Schweizer.

Carmen Rölli stand in der Mixed-Kategorie im Einsatz. Nach dem Gruppensieg war der Halbfinal gegen Baskenland ein Abnützungskampf, welchen die Schweizer verloren. Im kleinen Final gegen Holland fehlte dann die Kraft.

Überlegen in der Königsklasse

Mit Vinzenz Arnold, Peter Erni, Erich und Peter Joller, Stefan Krause, Ueli Krummenacher, Christoph, Fabian und Philipp Rölli, Lukas Vogel sowie Coach Beat Steinmann bestand in der Königsklasse das gesamte Nationalteam aus Ebersecker. Die Rotweissen gewannen in der Vorrunde alle Kämpfe sicher. Im Halbfinal liessen sich die Eidgenossen auch von Irland nicht aufhalten. Die Überlegenheit musste im Final auch Baskenland anerkennen. Mit einer taktischen Meisterleistung zwangen die Schweizer den Gegner zu Fehlern und die Schiedsrichter sprachen bei beiden Zügen jeweils drei Verwarnungen aus.

Die Ebersecker haben Erstaunliches geleistet. Mehrere Athleten waren an allen vier Wettkampftagen im Einsatz.

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