Die Aargauer verpassten den letzten Schritt im Schweizer Cup, um beim «Final Four» vom 13./14. April in Olten, notabene der Partnerverein des HSC, dabei zu sein. Einziger Aargauer Vertreter am Finalwochenende bleibt damit der TV Endingen, ausgerechnet Gegner von HSC Suhr Aarau im Derby am Sonntag.

Schon nach zehn Minuten lagen die Aargauer mit 2:7 hinten und der Muotathaler Mark Schelbert scheiterte mit seinem Penalty an einem anderen Innerschweizer, Stäfas Goalie Andreas Portmann. So sah sich Suhrs Trainer Patrik Fend früh gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen.

Es schien nicht viel zu bringen, denn die Gastgeber erzielten gleich nochmals zwei Treffer. «Wir nutzten die Chancen nicht. Auch klare Möglichkeiten wie Siebenmeter oder freie Schüsse vom Flügel vergaben wir. Da waren es halt schnell einmal fünf, sechs Treffer Unterschied», bilanzierte Fend, der seine Mannschaft extra auf die schnellen Spielzüge von Stäfa hingewiesen hatte. Suhr suchte immer wieder den Schweden Calle Ekberg am Kreis, doch meistens kamen die Bälle nicht an.

Wipf kannte die Schussbilder

Mit Keeper Tobias Wipf und Rückraumakteur Jonas Affentranger trafen die Suhrer gleich auf zwei ehemalige Mannschaftskollegen. Goalie Wipf kam in der zweiten Hälfte und entschärfte gleich ein paar Bälle. «Ja, es hilft schon, wenn man die Schussvarianten kennt», meinte er grinsend. Die Cup-Partie war sein erster Ernstkampf gegen Suhr Aarau. «In den ersten Minuten war es schon sehr speziell», musste er zugeben, «doch danach hat sich das schnell gelegt», erklärte er genauso sachlich, wie er die Bälle seiner ehemaligen Teamkollegen entschärfte. Jonas Affentranger kam erst in den letzten Minuten zum Einsatz, als die Partie längst gelaufen war. Er konnte keine Akzente mehr setzen.

Jetzt das Derby gegen Endingen

Lange können sich die Hauptstädter nicht mit der Niederlage befassen. Bereits am Sonntag steht das nächste Derby an. Pikanterweise gegen die im Cup erfolgreicheren Surbtaler aus Endingen. «Das macht uns gar nichts aus», behauptet Trainer Fend. Doch vielleicht gibt es schon die eine oder andere Stichelei der Kantonsrivalen. Wie gross der Unterschied zwischen dem Oberhaus und der NLB ist, hat diese Cup-Partie wieder einmal eindrücklich bewiesen.