Der Auftritt des STV Baden war aber zu harmlos und unkonzentriert, um den ersatzgeschwächten Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Zudem hatten die Schaffhauser mit Kozina (11 Tore) und Alili (8 Tore) zwei überragende Spieler auf dem Platz, die von Baden nicht genügend neutralisiert werden konnten. Die Aargauer unterlagen 21:25.

Städtli begann das Spiel nervös und hektisch. In der dritten Minute eröffnete Alili den Torreigen. Von da an gelang es Baden nur noch in der 33. und 49. Minute, auszugleichen – sonst rannte man einem Rückstand von zeitweise 5 Treffern hinterher.

Die jungen Wilden von Navarin waren in diesem Spiel ganz einfach nicht wach und aufmerksam und erlaubten sich sehr viele vermeidbare Fehler. Den ersten Treffer für die Aargauer erzielte Lukas Maag erst in der 10. Minute. Bis dahin verloren sie 5 Mal den Ball und warfen zweimal neben das Tor.

Vom 4:1 ging es zum 7:3 in der gleichen Manier weiter. Björn Navarin konnte nun dem wilden Treiben auf dem Spielfeld nicht mehr zuschauen und redete seinem Team ins Gewissen. Vorerst jedoch ohne Wirkung auf dem Spielfeld, denn der Gegner erhöhte auf 5 Tore Abstand.

Dafür war vor allem der Spieler mit der Nummer 11 verantwortlich, der erstmals für Schaffhausen spielte: Bruno Kozina. 7 Tore waren seine erfolgreiche Ausbeute in der ersten Halbzeit. Tobias Madliger mit 3 Treffern und Jonathan Hauller mit einem seiner vier verwerteten Penalties waren bis Pause dafür besorgt, dass der Abstand mit 12:9 eng blieb.

Die zweite Halbzeit begann nach der Vorstellung der Badener. Offenbar zeigten die deutlichen Worte von Björn Navarin in der Kabine Wirkung, denn innert 3 Minuten konnte der Rückstand zum 12:12 ausgeglichen werden. Kozina wurde besser gedeckt, er erzielte nur noch deren 4 Treffer in der zweiten Halbzeit und im Angriff wurde dem Ball mehr Sorge getragen. Zudem wurden die Vorstösse dynamischer und schneller vorgetragen.

Sollte es nun zu einer Wende im Spiel kommen? Nein, denn Baden verfiel ins Muster der ersten Halbzeit und liess die Espoirs bis zur 46. Minute auf 18:15 davon ziehen. Wohl gelang es Lars Mallien, mit drei Tempoläufen den Ausgleich erneut zu erzielen. Wieder keimte so etwas wie Hoffnung auf den ersten Auswärtssieg auf Badener Seite auf. Erneut verfehlt, denn mit 3 Fehlwürfen und 2 Ballverlusten brachen sich die Aargauer das Genick selber und mussten zusehen, wie vor allem der junge Alili bei den Gastgebern im Alleingang dafür verantwortlich war, dass die Ostschweizer bis zur 53. Minute wiederum mit drei Treffern vorlegen konnten.

Im offenen Schlagabtausch in den restlichen Spielminuten konnten sich vor allem die Torhüter auf beiden Seiten noch auszeichnen. Mit vier Toren Differenz gewannen die Kadetten Espoirs das Spiel gegen einen zu schwachen Gegner verdient.